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Wirtschaft - Klagenfurt
Die 55. internationale Holzmesse mit WKK Präsidenk Jürgen Mandl, Reinhard Rohr, LWK Präsident Johann Mössler, LH Peter Kaiser und Messe-Direktor Erich Hallegger © LPD/Helge Bauer

Kaiser eröffnet internationale Holzmesse

Klagenfurt ist Holz-Hauptstadt Europas

Klagenfurt – Landeshauptmann Peter Kaiser hat heute, erstmals Mittwoch, die Internationale Holzmesse in Klagenfurt eröffnet. Über 500 Aussteller aus 21 Ländern zeigen neue Trends in der gesamten Wertschöpfungskette. Von heute, 29. August, bis Samstag, 1. September 2018, bekommen Besucher Informationen rund um das Thema Holz.

 5 Minuten Lesezeit (625 Wörter) | Änderung am 30.08.2018 - 00:56

Auf einer Fläche von 50.000 Quadratmetern gibt es vom Baum über das Sägewerk und die Bioenergie bis hin zur Tischlerei breite Information für die Besucher und die gesamte Wald- und Forstwirtschaft. Über 20.000 Besucher werden auch heuer wieder erwartet. Die Holzmesse in Klagenfurt ist damit eine der führenden Fachmessen in Mitteleuropa.

Kärnten zeigt sich als Holzland

„Als Landeshauptmann macht es mich stolz, dass wir unser Land mit unseren Unternehmern weit über den Kontinent hinaus mit dieser Messe als Holzland präsentieren können. Der internationale Fokus liegt auf Klagenfurt“, betonte Landeshauptmann Kaiser in seiner Eröffnungsrede. Er sagte, dass Patriotismus angebracht sei, denn der Zugang zur Natur, die Nachhaltigkeit, das Wirtschaftsleben sei in Kärnten von Verantwortung gegenüber des Waldes und der Holznutzung geprägt.

Wald ist Wirtschaftsfaktor

61,2 % der Landesfläche sind von Wald bedeckt. „Damit entsteht auch eine hohe volkswirtschaftliche Bedeutung. 25.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt unsere Holzindustrie in rund 1.300 Betrieben. Vor allem die Beschäftigung von Lehrligen schafft das Potenzial für die Zukunft unserer Holzwirtschaft“, so Kaiser. Immerhin leiste die Forstwirtschaft in Kärnten einen Beitrag in Höhe von 4,8 % zum Bruttoregionalprodukt mit steigender Tendenz. Was die alle Lebensbereiche um- und erfassende Digitalisierung betrifft, so sei diese auch für die Zukunft der Holz- und Forstwirtschaft wesentlich.

Forstreferent Landesrat Martin Gruber strich den Wirtschaftsfaktor Wald in seiner Rede hervor. „Die nachhaltige Bewirtschaftung der heimischen Wälder sichert und schafft Arbeitsplätze und ist gelebter Naturschutz. Beschränkungen und Auflagen sind für eine Weiterentwicklung des Wirtschaftsfaktors Wald nicht zielführend“, stellte Gruber klar. Über 20.000 Menschen leben laut Gruber in Kärnten direkt von der Waldbewirtschaftung. „Daher ist der Umgang miteinander entscheidend in Zukunft – vom Baum bis hin zur Veredelung. Jeder muss seinen Anteil haben, jeder muss verdienen dürfen. Dafür müssen wir auch das Bewusstsein in der Bevölkerung und die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen“, sagte Gruber, der die Wichtigkeit des Zusammenhalts innerhalb der Wertschöpfungskette Holz hervorhob.

Internationale Wichtigkeit

Landwirtschaftskammerpräsident Johann Mössler bedankte sich bei den Gründern der Holzmesse, die vor 55. Jahren sich des zukunftsweisenden Themas angenommen haben. „Wir haben den Rohstoff Holz vom Herrgott geschenkt bekommen, wir wollen ihn auch bewirtschaften“, wies Mössler auch die Wichtigkeit der Waldbewirtschaftung für die Gewinnung von Einkommen, Baustoff und Energie hin. Begrüßt wurden die Ehrengäste bei der Eröffnung der 55. Int. Holzmesse vom Vizepräsidenten der Kärntner Messen, Jürgen Mandl. Er machte die Wichtigkeit der Messe deutlich und die Internationalität. „Die Fachwelt aus ganz Mittel- und Osteuropa schaut auf diese Messe und nach Klagenfurt“, so Mandl. Denn 36% der Aussteller kommen aus dem Ausland, erstmals ist auch eine Delegation aus Japan mit einem Stand in Klagenfurt vertreten.

Highlights der Messe

Die Messe wartet auch mit neuen Highlights auf wie beispielsweise die Innovation-Area, die Forstunternehmer-Tagung sowie das Thema Jagd, das unmittelbar mit der Waldbewirtschaftung verbunden ist. Die Philosophie der „Internationalen Holzmesse/HOLZ&BAU“ ist es laut den Kärntner Messen, einen Überblick entlang der Wertschöpfungskette zu geben – „vom Wald bis zum Massivholz“. Durch diese wichtige Funktion sorgt die Messe für eine stärkere Vernetzung der einzelnen Branchen und bildet so den Nährboden für erfolgreiche Kooperationen.

Digitalisierung in der Waldwirtschaft

Die Digitalisierung macht auch vor der Waldwirtschaft nicht Halt. In der Innovation-Area geben Zulieferer, Start-Ups, Maker und die Forschung Einblicke in Welt der Innovation und schlagen die Brücke zur gelebten Realität. Die Innovationen reichen von der Digitalisierung des Handwerks und dessen Auswirkungen auf den Menschen, den Raum und die Maschinen bis hin zum Einsatz innovativer Materialien und neuer Werkstoffe. Sie spannen den Bogen von der Prozess-und Produktionsoptimierung bis hin zu alternativen Finanzierungsformen wie dem Crowdfunding.

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