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Leute - Villach
Michaela und Ingo F. im Urlaub © privat

Villacher Ehepaar steckte in Ägypten fest

Urlauber wider Willen

Ägypten/Villach – Hunderte Touristen strandeten am Wochenende in Ägypten. Eigentlich sollte es vom Urlaubsparadies zurück in die Heimat gehen, doch Flüge wurden gestrichen - und die Urlauber saßen fest. Unter ihnen auch ein Ehepaar aus Villach. Starten wollten sie eigentlich am Samstagvormittag am Flughafen Hurghada.

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Verschiedene Medien berichteten in den letzten Tage über Urlauber, die an ägyptischen Flughäfen festsaßen, weil Flüge ersatzlos gestrichen wurden – hunderte Urlauber. Unter ihnen ein Ehepaar aus Villach, das mit 35-stündiger Verspätung zu Hause eintraf.

„Hätten es keine Minute länger ausgehalten“

Der eigentliche Flug der beiden hätte am Samstag um 9.20 Uhr abheben sollen. Doch dazu kam es nicht, warten war angesagt. „Am Flughafen waren wir nur zwei Stunden, dann sind wir in diesen Club gefahren worden – ohne zu wissen, wie es weitergeht“, berichtet uns Michaela F. „In diesem Horrorclub hätten wir es aber keine Minute länger ausgehalten“, erklärt sie weiter. Deshalb hat das Urlaubspaar einen Flug nach Kassel am Sonntagabend angenommen, den die Fluggesellschaft angeboten hat. Und das, obwohl sie bereits selbst einen Flug nach Düsseldorf gebucht hatten – dieser wäre aber erst am Montagabend gestartet. „Wir nutzen die Chance, gleich zu fliegen. Ansonsten wären wir jetzt noch unterwegs von Düsseldorf nach Villach.“

„Unser regulärer Urlaub war perfekt. Die Zeit im Club werden wir aber sicherlich nicht so schnell ausblenden können“, sagt uns die Villacherin. Eklig sei es gewesen, dreckige Bettwäsche, Schimmel und Kakerlaken habe es gegeben und „die Zimmer mussten wir vier Mal tauschen. Wir haben die Koffer nicht ausgepackt.“

Es hätte noch schlimmer kommen können

Mit 35-stündiger Verspätung waren die beiden aber fast noch gut bedient. Wie die Hamburger Morgenpost berichtet, mussten Urlauber bis zu 56 Stunden in Hurghada ausharren. Mittlerweile hätten aber alle beteiligten Ägypten verlassen, berichtetet uns Michaela F. Über eine WhatsApp-Gruppe hielten die „Urlauber wider Willen“ Kontakt. Immerhin: Die Airline hat unbürokratische Entschädigung für die Betroffenen versprochen.

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