Zum Thema:

13.12.2018 - 12:53Frischer Wind am Wochenmarkt13.12.2018 - 09:23Infineon bringt Kinderaugen zum Leuchten12.12.2018 - 21:00Getränke­automat in Schule aufgebrochen12.12.2018 - 12:11Fusion: Villach stimmt zu – warten auf Finkenstein
Politik - Villach
© 5min.at

Gesamtprojekt zu teuer:

Aus für Neu­bau der Hensel-Kaserne?

Villach – Ist es das Aus für den Neubau der Villacher Hensel-Kaserne? Berichten zufolge wird das Projekt auf Eis gelegt, da eine Realisierung zu teuer sei. Eine Umsetzung sei in den nächsten vier bis fünf Jahren nicht möglich.

 3 Minuten Lesezeit (363 Wörter) | Änderung am 07.09.2018 - 14:34

Wie heute, Freitag, bekannt wurde, will die Bundesregierung die Pläne zum dringend notwendigen Neubau der Villacher Hensel-Kaserne fallen lassen. Laut einem Schreiben des Verteidigungsministeriums an die Stadt Villach ist die Realisierung des Projektes „finanziell nicht darstellbar“. Insgesamt sollte das Gesamtprojekt rund 80 Millionen Euro kosten. Im Schreiben wird bestätigt, das eine Umsetzung des Projektes in den nächsten vier bis fünf Jahren nicht möglich sei. Die Politik zeigt sich empört.

LH Kaiser: Worten sollten Taten folgen

Enttäuscht zeigt sich unter anderem auch Landeshauptmann Peter Kaiser: „Es gab ein klares Bekenntnis, den Standort zu erneuern. Nicht nur bei seinem Besuch vor wenigen Tagen, auch schon davor und mir gegenüber persönlich, hat Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) beteuert, wie wichtig ihm das Projekt sei, und dass er voll dahinter stehe.“ Der Landeshauptmann appelliert an die Bundesregierung, allen voran an den verantwortlichen Minister, sich an ihre Zusagen zu halten, und die Pläne für den Kasernen-Neubau nicht „mir nichts dir nichts“ ad acta zu legen.

„Wer immer davon redet, wie wichtig ihm die Rahmenbedingungen für die Soldatinnen und Soldaten sind, der sollte diesen Worten auch tatsächlich Taten folgen lassen. Gerade die in der Hensel-Kaserne stationierten Pioniere, die immer wieder mit enormen Engagement in Folge von Unwetterkatastrophen vielen Kärntner Familien geholfen haben, haben es sich nicht verdient, von der Bundesregierung derart im Regen stehen gelassen zu werden“, betont Kaiser abschließend.

SPÖ-Sucher wünscht sich verantwortungsbewussteren Umgang

Nicht das letzte Wort gesprochen sein darf laut SPÖ-Kärnten-Landesgeschäftsführer Andreas Sucher, beim heute medial kolportierten Stopp für die Neubaupläne der Villacher Henselkaserne. Sucher ist enttäuscht über das Verhalten von Verteidigungsminister Kunasek. Die Soldatinnen und Soldaten ebenso wie die Kärntner Bevölkerung hätten sich einen verantwortungsbewussteren Umgang verdient, so der SPÖ-Kärnten-Landesgeschäftsführer. Sucher appelliert nun an die FPÖ ihre guten Kontakte zur Bundesregierung zu nutzten und sich bei „ihrem Parteikollegen Kunasek für Villach, für Kärnten, für die Soldaten, für die Kärntner Bevölkerung, denen auch die in Villach stationierten Pioniere immer wieder schützend und helfend zur Seite stehen, einsetzen.“

 

 

Kommentare laden