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Politik - Villach
Wohnungsreferent Erwin Baumann und FPÖ-Klubobfrau Kathrin Nießner zeigten sich bestürzt über die letzten Vorkommnisse in punkto Drogen in Gemeindebauten: "Wir arbeiten hier bereits an Maßnahmen, solche Vorkommnisse zu unterbinden!" © KK

FPÖ will Maßnahmen setzen:

„Keine Gemeinde­wohnungen für Dealer!“

Villach – Der freiheitliche Villacher Wohnungsstadtrat Erwin Baumann zieht nach dem letzten Fund einer Cannabis-Indoor-Plantage in einer Villacher Gemeindewohnung ernsthafte Konsequenzen in Betracht. Er will Drogendealern in Gemeindewohnungen den Kampf ansagen: "Wir wollen den Menschen mit günstigem Wohnraum unter die Arme greifen und nicht Drogendealern günstigen Raum für deren Geschäfte zur Verfügung stellen!". Er hofft auf die Hilfe von Nachbarn.

 3 Minuten Lesezeit (380 Wörter) | Änderung am 20.09.2018 - 17:58

Grund für das neuerliche Entfachen der Diskussion rund um Cannabis ist die Delogierung eines Drogendealers, der in einer Villacher Magistratswohnung unter anderem eine beträchtliche „Cannabis Indoor Plantage“ angelegt hatte (wir berichteten). Im Zuge des polizeilichen Einschreitens konnten außerdem elf Hieb- und Stichwaffen sichergestellt werden.

Mithilfe von Mietern ist gefragt

„Sinn der leistbaren Magistratswohnungen ist es, Menschen unter die Arme zu greifen, die sich Wohnen nur erschwert leisten können. Es ist aber sicher nicht unser Ziel, Dealern durch günstige Mieten zu noch mehr Erträgen aus ihren illegalen Geschäften zu verhelfen“, stellt FPÖ-Wohnungsreferent Erwin Baumann fest. „Ich fordere die vielen Mieterinnen und Mieter dazu auf, wachsam zu sein“, so Baumann weiter. Konkret bedeutet das, „dass Nachbarn mit wachsamen Augen und einer noch wachsameren Nase Auffälligkeiten wahrnehmen sollen und diese auch beim Wohnungsreferat der Stadt Villach melden sollten“. Das Wohnungsreferat  bzw. in weiterer Folge die Exekutive, würde die weiteren Schritte, laut Baumann, einleiten.

Es wird Konsequenzen geben

„Ich selbst werde ganz konkrete Schritte setzen. Dealer, die in Gemeindewohnungen Cannabis anbauen, werden von mir sicherlich keine Wohnung mehr zugewiesen bekommen“, meint Baumann . Laut ihm habe die Stadt Villach eine Verantwortung zu tragen. Gerade auch Kindern und Jugendlichen gegenüber, die dann in so einer unmittelbaren Gefahr leben müssen. „Kinder sind wissbegierig und neugierig und ihnen ist oft nicht klar, was sie tun, wenn sie irgendwelche Substanzen, die sie angeboten bekommen, vielleicht sogar ausprobieren“, so Baumann sichtlich besorgt. „Ich persönlich warne ja schon längere Zeit vor Hanfshops und Co. Für mich ist Cannabis die Einstiegsdroge Nummer eins. Wie man sieht, haben das nun endlich auch andere Parteien verstanden und sprechen sich gegen Hanfprodukte aus. Wir als FPÖ jedenfalls sind weiterhin vehement gegen eine Legalisierung von Cannabis“, so Baumann, „daher auch unsere nächste Resolution.“

FPÖ bringt Resolution ein

Für die nächste Gemeinderatssitzung am 28. September 2018, plant die FPÖ Villach eine Resolution einzubringen. „Hier stellen wir klar, dass es keine Legalisierung von Cannabis und Co. geben darf. Cannabis wird viel zu oft verharmlost. Bei schweren Verkehrsunfällen z.B. kommt es immer häufiger vor, dass die Unfallverursacher nicht nur unter Alkoholeinfluss, sondern auch unter Drogeneinfluss, hier in den meisten Fällen Cannabis, stehen“, so FPÖ-Gemeinderätin Katrin Nießner.

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