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Bürgermeister Günther Albel, Obmann des Abfallwirtschaftsverbandes Villach, Abfallberaterin Ramona Sterbenz und Arnoldsteins Bürgermeister Erich Kessler, Stv. Obmann des Abfallwirtschaftsverbandes, präsentieren das neue Geschirrmobil. Davor die Unmengen an Plastikmüll, die ein Fest mit 100 Gästen meist hinterlässt. © Karin Wernig

Kann für Feste gemietet werden

Neu in Villach: Das Geschirrmobil

Villach – Wieder benutzen statt die Umwelt mit Plastik verschmutzen! Unter diesem Motto können Festveranstalter in Villach und 26 Umlandgemeinden ab sofort ein trendiges Signal für Nachhaltigkeit und Umweltschutz setzen: Mit dem zu mietenden Geschirrmobil des Abfallwirtschaftsverbandes Villach serviert man das Partyessen auf Porzellan statt auf Plastik oder Pappe.

 3 Minuten Lesezeit (400 Wörter) | Änderung am 28.09.2018 - 10:29

Appetitliche Porzellanteller und -tassen für 150 Personen, Metallbesteck, leistungsstarke Geschirrspüler, Strom- und Wasseranschluss, und alles auf vier Rädern und zum Mieten. Das neue Geschirrmobil des Abfallwirtschaftsverbandes Villach setzt ein kräftiges Zeichen für Nachhaltigkeit und gegen Plastikabfall. „Der Umweltgedanke ist unseren 26 Gemeinden sehr wichtig“, erklärt der Vorsitzende des Abfallwirtschaftsverbandes, Villachs Bürgermeister Günther Albel. „Die Unmengen an Plastikmüll, die bei Festveranstaltungen häufig entstehen, sind unverantwortlich und eine Zumutung für die Umwelt.“ Sein Stellvertreter, der Arnoldsteiner Bürgermeister Erich Kessler, ergänzt: „Das neue Geschirrmobil kann der jeweilige Veranstalter bei uns mieten und ganz einfach selbst bedienen.“

Der Umwelt zuliebe

Die leistungsstarken Geschirrspüler im Geschirrmobil machen das verwendete Porzellan ruckzuck wieder einsatzbereit für die nächsten Gäste. „Außerdem ist es sympathischer, von richtigen Tellern zu essen, statt das Plastikteil nach der Mahlzeit in einen Müllsack zu kippen“, sind Albel und Kessler überzeugt. „Jedes Stück Abfall, das man vermeiden kann, hilft der Umwelt und nützt der Nachhaltigkeit.“

Um zu demonstrieren, welche Berge von Plastik ganz locker bei einem Fest mit 100 Gästen zusammenkommen, hat die neue Beraterin des Abfallwirtschaftsverbandes, Ramona Sterbenz, die Menge plakativ angehäuft: „Sieben Müllsäcke sind da im Handumdrehen voll. Und diese erspart man der Umwelt, wenn man unser Geschirrmobil verwendet.“

Zum Auftakt keine Miete

Vorerst wird der Anhänger, der vom Abfallwirtschaftsverband zugestellt und wieder abgeholt wird, in den Verbandsgemeinden zur Verfügung gestellt. Zum Auftakt wird heuer keine Miete verrechnet; ab dem nächsten Jahr muss man mit etwa 200 Euro je Tag rechnen. Dem gegenüber erspart man sich aber die Anschaffung und Entsorgung des Einweggeschirrs und man verkleinert auch seinen ökologischen Fußabdruck als Gastgeber deutlich. Im Oktober können Interessierte kostenlos testen, ab dem Frühjahr 2019 startet die Vermietung.

„Das Geschirrmobil ist ein wichtiger Baustein in unserer Nachhaltigkeitsstrategie“, erläutert Bürgermeister Günther Albel. „Wir setzen einen wichtigen Schritt in Richtung plastikfreie Stadt.“ Es passt zur Villach-Initiative „Grün statt Grau“, die mit erneuerbarer Energie, E-Mobilität, Bio-Essen, Slowfood und Fairtrade-Produkten, Urban Gardening, Abfallrecycling und vielen weiteren Beiträgen sich Nachhaltigkeit als oberste Priorität setzt. Bürgermeister Erich Kessler meint: „Vielleicht könnte man das zeitgeistige Geschirrmobil ja bereits beim einen oder anderen Oktoberfest gleich ausprobieren.“

Info

Für die Vermietung und genaue Auskünfte:
Ramona Sterbenz, ramona.sterbenz@villach.at; T 0664 60 205 6070; 04242 205 DW 6070

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