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Leute - Villach
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Wehrdiener sehen Kurzparkzone problematisch:

„Da werde ich wohl einen Straf­zettel ris­kieren“

Villach – Seit einigen Tagen gibt es in der Italiener Straße in Villach eine neue Kurzparkzone. Was für die Betriebe vor Ort ein Segen ist, wird für unsere Wehrdiener zum Problem. Sie sind acht Stunden am Tag auf die dortigen Parkplätze angewiesen, da es kaum Ausweichmöglichkeiten gibt. Wir haben für euch bei einigen Rekruten nachgefragt, wie sie mit der aktuellen Situation umgehen.

 3 Minuten Lesezeit (366 Wörter)

Johannes und Sandro leisten derzeit ihren Wehrdienst in der Lutschounig Kaserne in der Italiener Straße ab. Von Montag bis Freitags verbringen die beiden jeweils acht Stunden in der Kaserne. Die neue Kurzparkzone sehen sie problematisch: „Ich bin auf eine Parkdauer von mindestens acht Stunden angewiesen“, erklärt Johannes gegenüber 5 Minuten Villach. Auch Sandro beschreibt uns eine ähnliche Situation und fügt hinzu: „Derzeit gibt es kaum Parkmöglichkeiten rund um die Kaserne.“ Mit etwas Glück finden die Rekruten noch einen Parkplatz hinter der Kaserne. Viel mehr Ausweichmöglichkeiten gibt es in der näheren Umgebung nicht. „Wenn ich keinen Parkplatz finde, werde ich wohl oder übel einen Strafzettel riskieren müssen“, witzelt Johannes noch. Auch eine Anfrage bei der betreffenden Kaserne verlief ohne Resultate. Die „Rekruten parken nun eben wo anders.“

Rekruten sind auf Autos angewiesen

Die Möglichkeiten öffentliche Verkehrsmittel zu verwenden, erweisen sich laut der beiden als schwierig. „Mein Tag beginnt um 6 Uhr morgens und ich kann nicht immer genau sagen, wann mein Tag in der Kaserne endet“, erklärt Johannes. Auch Sandro erklärt: „Die Verbindungen der öffentlichen Verkehrsmittel zur Kaserne sind sehr schlecht und die Fahrzeit wäre extrem lang.“

Die Wehrdiener müssten also nach einem langen Tag beim Bundesheer noch lange Fahr- und Wartezeiten in Kauf nehmen. Zudem gibt es früh morgens kaum Möglichkeiten, öffentliche Verkehrsmittel zu verwenden. Vor allem dann nicht, wenn man außerhalb der Stadt Villach lebt. An den Kennzeichen in der Italiener Straße kann jeder erkennen, dass die Rekruten aus den unterschiedlichsten Gegenden kommen. Hermagor, Villach Land, Spittal, … Die Rekruten sind oftmals auf ein Auto angewiesen. Und drei Stunden Parkzeit reichen für den Wehrdienst eben nicht aus.

Stadt Villach: „Kurzparkzone ist notwendig“

Die Stadt Villach möchte auf Nachfrage von 5 Minuten Villach kein Kommentar abgeben. In einem Kommentar unter unserem letzten Posting zur Kurzparkzone verweisen sie darauf, dass die Belebung der Straße durch die Kletterhalle diese Maßnahme nötig gemacht hat.

Bis sich eine Lösung für das Problem mit den Parkplätzen gefunden hat, startet der Marsch für einige Rekruten wohl schon am frühen Morgen, beim eigenen PKW.

Posting der Stadt Villach:

 

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