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© Martin Sticker

Feuerwehrleute üben für eure und ihre Sicherheit

Immer bereit wenn’s brennt

Kärnten – Der Atemschutzausbildung der Feuerwehrmitglieder in Kärnten kommt im Rahmen der Feuerwehrausbildung ein besonderer Stellenwert zu. Die Herausforderungen für die Einsatzkräfte werden komplexer, die Situationen gefährlicher. Vor kurzem wurde daher wieder die Atemschutzleistungsprüfung (ASLP) 2018 an der Landesfeuerwehrschule absolviert. Das sind aber nicht die einzigen Neuigkeiten aus der Welt der Feuerwehren.

 4 Minuten Lesezeit (586 Wörter) | Änderung am 09.10.2018 - 21:13

Nur wer für den Ernstfall übt, besitzt das nötige Rüstzeug für brenzlige Situationen. Begriffe wie „Flash-Over“ oder „Backdraft“ kannte man vor Jahren nur aus dem Lehrbuch. Heutzutage muss jeder Atemschutzgeräteträger im Innenangriff davon ausgehen, mit diesen „heißen Situationen“ konfrontiert zu werden, ist der Leiter der Atemschutzwerkstätte Ewald Kribitz überzeugt. Es geht dabei nicht zuletzt um den Schutz und um die Sicherheit der Einsatzkräfte bei der Erfüllung ihrer Aufgaben – und all das freiwillig und ehrenamtlich.

240 Feuerwehrleute im Übungseinsatz

Ziel und Zweck der Atemschutzleistungsprüfung (ASLP) ist es, die bei den Lehrgängen an der Landesfeuerwehrschule erworbenen Fertigkeiten zu perfektionieren und zu verankern. Die Vorbereitung auf die Feuerwehreinsätze ist damit optimal unterstützt. An zwei Wochenenden (29. und 30. September sowie am 6. und 7. Oktober) stellten sich 80 Atemschutztrupps (240 Feuerwehrleute) der Kärntner Feuerwehren dieser fachlichen und körperlichen Herausforderung.

Ein Atemschutztrupp besteht aus drei Feuerwehrmitgliedern, die bei der ASLP verschiedene Aufgaben zu erfüllen haben. Die ASLP kann in den Kategorien Bronze, Silber und Gold absolviert werden, der Schwierigkeitsgrad steigert sich dementsprechend. In Bronze können die Aufgaben im Vorfeld (bei der Vorbereitung) vom Trupp festgelegt werden und werden bei der Prüfung genau so ausgeübt. Jeder weiß also, welche Funktion er zu übernehmen hat. In Silber wird die Zuordnung der Aufgaben am Prüfungstag „gelost“, d. h., jedes Truppmitglied muss jede der Funktionen beherrschen. In Gold wird gelost, die Sollzeiten sind verkürzt und der Trupp muss einen „heißen“ Innenangriff in das gasbefeuerte Brandhaus der Landesfeuerwehrschule absolvieren – die Königsklasse also.

Zum Abschluss das Atemschutzleistungsabzeichen

Sehr erfreut zeigt sich der Leiter der Landesfeuerwehrschule Klaus Tschabuschnig über den Umstand, dass sich die Kameradinnen und Kameraden aus allen Teilen und Talschaften Kärntens gründlich auf diese Prüfung vorbereitet hatten und das verdiente Atemschutzleistungsabzeichen mit Stolz entgegennehmen konnten.

38 neue Maschinisten im Bezirk Villach-Land

Das Einsatzgebiet von Feuerwehrleuten ist vielfältig. Neben Atemschutztrupps braucht es auch Maschinisten. So stellten sich vor kurzem 38 Lehrgangsteilnehmer dieser Herausforderung und ließen sich dementsprechend ausbilden. Dass es ein lehrreiches Wochenende war, spiegelt die Ergebnisbilanz wider. So konnten von den 38 Teilnehmern 29 mit ausgezeichneten, acht mit sehr guten und einer mit Erfolg ihre Maschinistenausbildung abschließen, berichtet das Bezirksfeuerwehrkommando Villach Land. Der Lehrgang fand im Ausbildungszentrum in Cap Wörth statt.

Feuerwehr übte am Pressegger See für Katastropheneinsätze

Atemschutztrupps und Maschinisten zeigten bereits ihr Können. Doch was tun bei einem Katastropheneinsatz? Rund 80 Einsatzkräfte aus drei Bezirken übten genau das und bereiteten sich beim Strandbad Hermagor am Pressegger See auf die Hilfeleistung bei Hochwasser- und Sturmereignissen vor. Beteiligt war der Katastrophenhilfszug 1 des Kärntner Landesfeuerwehrverbandes. Dieser besteht aus Feuerwehrleuten mit Fahrzeugen und Gerätschaften der Bezirke Hermagor, Villach-Land und Villach-Stadt und kann nach Anforderung aus einem Katastrophengebiet zur Unterstützung dorthin entsandt werden.

„Für Arbeiten in steilem Gelände, wie etwa bei Waldbränden, stehen Feuerwehrleute zur Verfügung, die im Bereich ‚Menschenrettung und Absturzsicherung‘ speziell ausgebildet wurden. Um ihre Kenntnisse in der Seiltechnik aktuell zu halten, übten sie beim Muttergottesfelsen oberhalb des Pressegger Sees verschiedene Einsatzszenarien“, so das BFKDO. Aber auch Übungen im Rahmen des Hochwasserschutzes und das richtige Entfernen von umgestürzten Bäumen nach Sturmereignissen standen auf dem Programm.

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