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Wirtschaft - Villach & Klagenfurt
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Apfel-Rekordernte 2018

Landwirtschafts­kammer wirbt für heimischen Apfelsaft

Kärnten – An den Kärntner Obstpressen herrscht Hochbetrieb. Sogar von einer Rekord-Apfelernte ist die Rede. Die Landwirtschaftskammer appelliert daher an Konsumenten und Betriebe, auf heimischen Apfelsaft zu setzen. Importiertes Fruchtkonzentrat sei "meist ökologisch bedenklich."

 2 Minuten Lesezeit (347 Wörter)

„Der Herrgott hat es heuer gut mit unseren Apfelbauern gemeint“, lautet das Resümee von Landwirtschaftskammerpräsident Johann Mößler zur Apfel-Rekordernte 2018. Nach zwei miserablen Ernten 2016 und 2017, bedingt durch Frost und Hagel, liegt die heurige Ernte weit über den Vorjahren.

Apfelsaft aus Kärnten – ein „Naturprodukt mit Mehrwert“

Auch die Pressobsternte ist heuer rekordverdächtig. In den heimischen Obstpressen herrscht deshalb in diesen Tagen Hochbetrieb. „Der Apfelsaft der Ernte 2018 zeichnet sich durch ein besonders intensives Aroma aus“, wirbt Siegfried Quendler vom Obst- und Weinbauzentrum der LK Kärnten für das „reine Naturprodukt“ Apfelsaft. Eine Besonderheit ist dabei laut Quendler, dass 90 Prozent der Ernte in Kärnten von rund 360.000 Streuobstbäumen stammen. Die meist alten Bäume sind dabei nicht nur charakteristisch für das Landschaftsbild, neben ihrer wirtschaftlichen Bedeutung sind die rund 8.000 Hektar Streuobstfläche eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und ein Refugium für Insekten und Kleinsäugetiere. „Pflanzenschutzmittel kommen praktisch überhaupt nicht zum Einsatz“, so Quendler.

Schlechte Ökobilanz bei importiertem Apfelsaftkonzentrat

Im krassen Gegensatz dazu stünde importiertes Apfelsaftkonzentrat, heißt es in einer Aussendung der Landwirtschaftskammer. Laut Helga Leopold, Kammerrätin der LK, werden jährlich rund 87.000 Tonnen Apfelkonzentrat aus Ländern wie China, Ukraine, Iran, Chile und Brasilien importiert. „Bedenklich dabei ist nicht nur der oft hohe Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der industriellen Apfelproduktion, sondern auch der schwere ökologische Rucksack, der nicht zuletzt auf die langen Transportwege zurückzuführen ist“, so Leopold. Vor diesem Hintergrund rufen Mößler und Leopold zum Konsum von Apfelsaft aus Kärnten auf, der heuer ausreichend vorhanden ist.

LK-Homepage gibt Orientierung für Konsumenten

Heimischer Apfelsaft kann direkt beim Obstbauern, bei Obstpressen oder auch im gut sortierten Lebensmittelhandel erworben werden. Zur Orientierung für die Konsumenten bietet die LK Kärnten auf ihrer Website www.ktn.lko.at eine Übersicht über die Bezugsquellen an.

Bezugsquellen heimischer Apfelsaft

Klagenfurt

  • WEBER | Selkach 17, Ludmannsdorf
  • KÖFER | Pritschitzerweg 19-23, Pörtschach
  • SCHNEEWEIß | Quellenstraße 7, Ebenthal

Villach

  • INNERHOFER | A.-Hofer-Weg 18, Landskron
  • LAURITSCH | Humitzweg 28, St. Egyden
  • REICHHALTER | Fresacherstr. 14, Weißenstein
  • WALLNER | Pobersach 2, Feistritz/Drau

Quelle: Landwirtschaftskammer Kärnten

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