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Prozess nach Taxi-Raub:

Urteil für Taxi Räuber: Sechs­einhalb Jahre Haft

Klagenfurt/Villach – Ein Villacher Taxifahrer wurde im August brutal in Klagenfurt überfallen – wir berichteten mehrfach. Attackiert wurde er mit einem Notfallhammer, wie er etwa in Bussen oder Zügen zu finden ist und erlitt dabei u. a. einen Nasenbruch. Wenige Tage nach der Tat konnte die Polizei einen Erfolg vermelden, sie machte einen Verdächtigen dingfest. Heute, Donnerstag, den 11. Oktober, ist das Urteil für den Taxi-Räuber gefallen.

 3 Minuten Lesezeit (385 Wörter) | Änderung am 11.10.2018 - 15:20

Schwerer Raub lautet der Tatbestand, wegen dessen sich ein 22-jähriger Mann aus dem Bezirk Villach-Land heute, am 11. Oktober 2018, vor dem Landesgericht Klagenfurt verantworten musste. Der 22-Jährige wurde am Landesgericht Klagenfurt zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Erschwerend kam noch hinzu, dass der Angeklagte bereits eine einjährige Haftstrafe abzusitzen hatte. Diese wurde, so der ORF, wegen einer Entzugstherapie unterbrochen. Mittlerweile wurde der Taxi-Räuber aus der Therapie-Gruppe ausgeschlossen, da er dreimal rückfällig wurde. Auf Nachfrage der Richterin Ute Lambauer, gab er an, auch zum Zeitpunkt des Raubes unter Einfluss von Psychopharmaka und Schmerzmittel gestanden zu haben.

Taxi-Räuber hatte bereit mehrere Vorstrafen

Wie der ORF berichtet, hatte der Mann bereits neun Vorstrafen, darunter Diebstahl, schwere Sachbeschädigung, Körperverletzung, Widerstand gegen die Staatsgewalt sowie Raub. Neben dem Taxi-Fahrer hat der 22-Jährige bereits zwei weitere Raube begangen. Einmal war die Mitarbeiterin eines Supermarktes betroffen. Ein zweites Mal hatte er Zigaretten mithilfe einer Waffenattrappe erbeutet.

Was war passiert?

Der Taxifahrer brachte einen Fahrgast von Villach nach Klagenfurt. Im Stadtteil St. Peter – in der Nähe einer Polizeiinspektion – kam es dann zu der Attacke. Der Täter schlug mit einem Notfallhammer auf den Fahrer ein. Gegenüber 5 Minuten äußerte sich das Opfer ausführlich zum Tatgeschehen.

„Ich drehte mich um und er kramte gerade in seiner Tasche. Dabei habe ich eine Dose mit Marihuana gesehen“, so der Taxifahrer am 27. August 2018, nur wenige Stunden nach der Tat. Dann schlug der Täter mit dem Notfallhammer auf den Hinterkopf des Villachers ein. „Ich flüchtete auf die Straße und schrie, dass ich Frau und Kinder hätte.“ Der Täter lief ihm ein paar Schritte hinterher, ging dann aber zurück zum Auto, plünderte das Handschuhfach und stahl eine private Brieftasche mit 150 Euro samt Bankomatkarte.

Fahndungsfoto führt zur Festnahme

Nur wenige Tage nach der Tat, am 1. September, konnte ein Verdächtiger festgenommen werden. Nach Veröffentlichung eines Fahndungsfotos gingen mehrere Hinweise ein. Bald darauf klickten die Handschellen. Der Beschuldigte weist einschlägige Vormerkungen auf und ist in der Suchtgiftszene bekannt, hieß es damals von der Polizei. Die Festnahme erfolgte in St. Johann/Pongau (Salzburg).

Der Taxi-Fahrer selbst kann seinen Beruf seit dem Überfall aus Angst nicht mehr ausüben. Er hat seine Taxi-Karriere nach 18 Jahren an den Nagel gehängt.

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