Zum Thema:

20.10.2018 - 19:04Klagenfurter bei Unfall schwer verletzt20.10.2018 - 18:10Von Syrien nach Klagenfurt: Jetzt „EPU des Jahres“20.10.2018 - 17:22Neues Leben am Lendhafen20.10.2018 - 16:58Alle vier Reifen aufgestochen
Leute - Klagenfurt
Besonderes Highlight von Klagenfurt 500: Die Enthüllung der Büste zu Ehren Kaiser Maximilians. © Stadtpresse Klagenfurt/Fritz

Im Rathaus:

Enthüllung: Büste zu Ehren Kaiser Maximilians

Klagenfurt – Weiterer Höhepunkt im Jubiläumsjahr Klagenfurt 500. Kaiser Maximilian I., jener Kaiser der Klagenfurt den Landständen schenkte, und so den Aufstieg der Stadt begründete, hat nun eine Büste im Klagenfurter Rathaus. Schöpferin der Skulptur ist niemand geringeres, als die Künstlerin Bella Ban.

 3 Minuten Lesezeit (422 Wörter) | Änderung am 12.10.2018 - 18:04

Bella Ban hat in Klagenfurt schon Köpfe ihres Bruders, des Schriftstellers Gert Jonke, ihrer Mutter, der Pianistin Hedy Jonke, sowie von Ingeborg Bachmann, Robert Musil, Gerhard Lampersberg und ein vergoldetes Portrait von Christine Lavant umgesetzt.

Mit Ton modelliert, in Bronze gegossen und vergoldet

Die Büste des Schenkungskaisers wurde in Ton modelliert, in Bronze gegossen und galvanisch vergoldet. Er steht jetzt in einer Glasvitrine im 1. Stock des Rathauses. Durch die gekonnte Verspiegelung sind auch alle Seiten des Kaisers gleichzeitig im Blickfeld, wobei jede etwas anders aussieht. Mit einem Text neben der Vitrine wird die Person des Kaisers dem Betrachter näher gebracht:

Ein Text vor der Vitrine stellt den Kaiser vor:

„Kaiser Maximilian I. war bekannt für seine Liebe zur Jagd und wurde auch als der letzte Ritter bezeichnet. Sein schillerndes Wesen war geprägt von Macht und Eitelkeit, er war jedoch auch Umsetzer bedeutender Reformen und ein Förderer der Kunst. Gegen Ende seines Lebens traten mehr und mehr Demut und Buße in den Vordergrund. Das nach rückwärts gewandte Pferd auf seinem Kopf symbolisiert das ausgehende Mittelalter, deutet aber auch auf den frühen Tod seiner geliebten Frau Maria von Burgund bei einem Reitunfall hin.“

Landeshauptmann  Peter Kaiser mit Künstlerin Bella Ban - © Stadtpresse Klagenfurt/Fritz

Bürgermeisterin freut sich über das Highlight des Jubiläumsjahres

Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz freute sich bei der Enthüllung der Büste am Freitag über die „hervorragende, einfühlsame Arbeit von Bella Ban“. Für sie ist dieser Festakt im Rathaus ein „ganz besonderes Highlight des Jubiläumsjahres“. Die Aufstellung der Skulptur verändere das Rathaus, so die Bürgermeisterin.

Sturm: „Bella Ban als Poetin der Kunst“

Die Laudatio für Künstlerin und Kunstwerk hielt Ulrike Sturm (Kunstbüro Sturm), die Bella Ban als „Poetin der Kunst“ hervorhob, als eine der eigenwilligsten Kunstpersönlichkeiten dieses Landes. „Sie lässt Bilder und Räume im Kopf erstehen, wo vorher keine waren“, so Sturm. Für Landeshauptmann  Peter Kaiser ist es ein schöner Jubiläumsbogen vom Festakt zum Schenkungstag im April bis zur Enthüllung der Büste, die den Kaiser jetzt in zeitgemäßer Form porträtiert. Landeshauptmann Kaiser würdigte die Arbeit der Klagenfurter Künstlerin in seinem Statement: „Das Beste kommt zum Schluss. Es gibt wohl keine bessere Idee, als diese, um den Veranstaltungsreigen zu 500 Jahre Klagenfurt ausklingen zu lassen!“ Sowohl von ihm als von der Bürgermeisterin gab es ein ganz herzliches Dankeschön an die Künstlerin.

Diskutiere mit uns auf Facebook über dieses Thema: Direkt zum Beitrag auf 5min-Klagenfurt (4 Reaktionen)
Kommentare laden