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Anrainer fordern Lösung

Wieder Kätzchen totgefahren

Ledenitzen – Die Ferlacher Straße in Ledenitzen ist ein gefährliches Pflaster für Tiere, immer wieder werden dort Hunde und Katzen totgefahren. Eine Anwohnerin machte nun bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen diese leidvolle Erfahrung. Von Rasern fordert sie die Einhaltung der Tempobegrenzung, auch Bürgermeister Christian Poglitsch klagt sie an. Dieser verspricht nun Änderungen.

 4 Minuten Lesezeit (542 Wörter) | Änderung am 16.10.2018 - 12:32

Zwei tote Katzen und ein schwerverletzter Hund in sieben Monaten, diese traurige Bilanz macht eine Frau aus Ledenitzen wütend. Bereits im März berichteten wir über die Hündin „Snoopy“, die auf der Ferlacher Straße von einem PKW-Lenker mit überhöhter Geschwindigkeit angefahren wurde. „Natürlich hat der Hund nicht auf der Straße zu sein, allerdings in einer Ortschaft in einer 30-er Zone zu rasen, ohne Rücksicht auf Verluste, kann und darf nicht toleriert werden!“, sagte die Besitzerin der Terrier-Dame damals. Der Hund erlitt eine Gehirnerschütterung, Prellungen und Wunden. Der Fahrer hielt nicht an.

Zwei tote  Katzen innerhalb weniger Monate

Im September wurde schließlich ein drei Monate altes Kätzchen der gleichen Frau von einem PKW-Lenker erfasst – und starb. Wieder soll der Lenker zu schnell unterwegs gewesen sein und nicht angehalten haben. In einem Facebook-Beitrag teilte die Besitzerin damals das Geschehene und machte auf ein schon lange bestehendes Problem in Ledenitzen aufmerksam. Das Problem hält an. Gestern wurde eine weitere Katze der Frau von einem PKW überfahren. Wieder beschreibt sie den Vorfall auf Facebook. „Das war Tina, ein Familienmitglied“, heißt es dort zu einem Bild ihrer toten Katze. Von Bürgermeister Christian Poglitsch fordert sie, etwas zu unternehmen.

Gegenüber 5 Minuten erklärt die Frau: „Tina war eine der liebsten Katzen der Welt. Zu allen freundlich und ist gern mit spazieren gegangen. Ihre Tochter war Kniely, das andere Opfer…“ Sie ergänzt: „Dieses Mal ist die Autofahrerin zwar stehengeblieben und hat Bescheid gesagt, angeblich ist die Katze ins Hinterrad gelaufen“ – auch Nachbarn bestätigen das – „aber wenn ich von irgendwo eine Katze sehe oder in einer Dorfstraße bin, muss ich halt dementsprechend fahren“, sagt sie.

Der Kampf gegen Raser

Für die Besitzerin ist das eigentliche Problem eindeutig – heute wie damals. „Auf der Ferlacher Straße rasen immer alle. Die fahren teilweise 70 km/h in der 30-er Zone mitten im Dorf.“ Das Problem wurde seitens der Anrainer schon mehrfach an die Gemeinde herangetragen. „Uns wurde zugesichert, dass eine Verkehrsberuhigung kommt“, sagte sie uns im September und ergänzt, „passiert ist aber noch nie was“. Besonders gefährlich sei die Situation, da sich die Straße „mitten im Ortsgebiet befindet, wo Kinder spielen, Leute der Lebenshilfe und Ponyreiter unterwegs sind“.

Bürgermeister Poglitsch kündigt Veränderungen an

Der neuerliche Vorfall zeigte nun Wirkung. Wie uns Bürgermeister Christian Poglitsch versichert, soll die Geschwindigkeitsbeschränkung in diesem Bereich überwacht werden. „Wir werden für ein paar Monate eine mobile Überwachungsanlage aufstellen. So wollen wir feststellen, ob sich die Leute dann besser an die Begrenzung halten.“ Konkret bedeutet das, dass eine Tafel installiert wird, die die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer anzeigt – inklusive lachendem oder traurigem Smiley. Je nachdem, ob man sich an das Tempolimit hält oder nicht. Im Frühjahr soll zudem eine kleine Kreisverkehrslösung gefunden werden. „Wenn auch nicht im herkömmlichen Sinne“, so Poglitsch. Für die Straße ist ein kleines Hindernis in der Mitte geplant, das der Geschwindigkeitsreduzierung dienen soll. „Wir werden nichts unversucht lassen und auch eine Verbesserung der Situation schaffen“, so der Bürgermeister.

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