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Politik - Klagenfurt
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KLFV fällt mehrere alte Nussbäume

GRÜNE: „Baum­massaker“ im Stadtteil Fischl

Klagenfurt – Am Areal des Landesfeuerwehrverbandes im Stadtteil Fischl finden zur Zeit umfangreiche Schlägerungsarbeiten statt. Auch Stadtrat Frank Frey, Grüne, wurde von seinem Referat Stadtgarten von diesen Arbeiten in Kenntnis gesetzt. Dieser äußerte sich nun zu den Baumschlägerungen, denn eine Bewilligung gäbe es laut ihn dafür nicht. Der Kärntner Landesfeuerwehrverband klärt gegenüber 5min.at auf.

 3 Minuten Lesezeit (375 Wörter) | Änderung am 18.10.2018 - 07:41

„Man kann durchaus von einem „Baummassaker“ sprechen. Von den leitenden Beamten einer so hochgeschätzten Institution wie der Feuerwehr habe ich mehr Umsicht und Einfühlungsvermögen für den Erhalt und Schutz der, für das Mikroklima so wichtigen, Bäume im städtischen Bereich erwartet. Aber anscheinend ist das zu viel verlangt“, reagierte Stadtrat Frank Frey auf den neuen Baumschnitt. Laut Stadtrat Frank Frey ergaben Recherchen außerdem, dass der Landesfeuerwehrverband zwar eine Bewilligung für die Errichtung eines Zaunes und Schaffung einiger Parkplätze habe, für Schlägerungsarbeiten jedoch nicht.

Notwendige Rekultivierungsmaßnahmen

Der Kärntner Landesfeuerwehrverband mit Sitz in der Rosenegger Straße 20 in Klagenfurt verfügt über ein Areal von rund neun Hektar, das überwiegend aus Grünflächen und landwirtschaftlicher Nutzfläche besteht und somit eine „grüne Oase“ im Stadtteil Fischl darstellt. Nach nunmehr Jahrzehnte langer Nutzung sei es dringend notwendig, maßvolle Rekultivierungsmaßnahmen zu setzen, heißt es seitens des Landesfeuerwehrverbandes. Das Fällen der entlang der Grundstücksgrenze befindlichen Nussbäume sei aus mehreren Gründen erforderlich – der Kärntner Landesfeuerwehrverband klärte uns auf.

Herstellung der Sicherheit

Zum einen verläuft entlang der Grundstücksgrenze ein öffentlicher Gehweg, der unter anderem auch täglich von den Kindern des Kindergarten Fischl benutzt wird. Außerdem wird der rechte Straßenrand im unmittelbaren Bereich als Parkstreifen genutzt. In der Vergangenheit wurde bereits ein PKW durch herabfallende Äste beschädigt. Zusätzlich stellt der bestehende stark desolate Maschendrahtzaun ebenfalls ein Sicherheitsrisiko dar.

Grundstückseinfriedung und Gestaltung

Und zum anderen ist im Zuge der neuen Grundstücksgestaltung die Erneuerung der Einfriedung geplant. Das Rekultivierungskonzept des Kärntner Feuerwehrverbandes sieht selbstverständlich eine Neubepflanzung mit diversen Baumarten zumindest im selben Ausmaß vor.

Projekte

Bei all diesen notwendigen Maßnahmen sei es stets ein Anliegen des Kärntner Landesfeuerwehrverbandes, dem Umweltgedanken in jeder Hinsicht Rechnung zu tragen. Dies geschehe durch die derzeit laufenden Projekte wie:

  • die Energetische Sanierungsmaßnahmen des gesamten Gebäudekomplexes,
  • die Installation einer 200 KWp Photovoltaik-Anlage,
  • die Errichtung einer E-Tankstelle und Umstellung auf E-Mobilität oder
  • die Umstellung auf LED-Beleuchtungskörper.

Der Kärntner Landesfeuerwehrverband ersucht die Bevölkerung um Verständnis für diese dringend erforderlichen Maßnahmen.

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