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Politik - Villach & Klagenfurt
SYMBOLFOTO Bürgermeister Albel und Mathiaschitz fordern die Einbeziehung der Ballungsräume Klagenfurt und Villach. © 5min

Fach­tagung sorgt für Kritik

Kein Lärm­schutz für Villach und Klagenfurt?

Villach/Klagenfurt – Mit dem Ausbau der Koralmbahn wird auch die Lärmbelästigung für die Bevölkerung ansteigen. Eine, am Freitag, den 19. Oktober 2018, geplante Fachtagung rund um die Eisenbahnstrecke am Wörthersee soll nun Perspektiven zum Schallschutz aufzeigen. Kritik gibt es allerdings von den Bürgermeistern Albel und Mathiaschitz. Sie fordern die Einbeziehung der Ballungsräume Klagenfurt und Villach.

 4 Minuten Lesezeit (515 Wörter) | Änderung am 18.10.2018 - 22:08

„Der Ausbau der Koralmbahn wird künftig eine europaweite Erschließungsfunktion haben. Mehr Frequenz im Schienenverkehr bedeutet trotz neuester Technologien auch eine größere Lärmbelastung für die Bevölkerung. Es braucht daher eine frühzeitige fachliche Auseinandersetzung und eine Einschätzung von Experten, auf deren Grundlage Lärmschutzmaßnahmen umgesetzt werden können. Zusätzlich müssen auch kurzfristige Lärmschutz-Lösungen im Sinne der Anrainer auf Schiene gebracht werden“, so Verkehrslandesrat Ulrich Zafoschnig, der gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) und den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) zur Fachtagung „Die Eisenbahnstrecke am Wörthersee – Perspektiven zum Schallschutz“ mit hochkarätigen Experten am Freitag, den 19. Oktober 2018, in das Congress Center Wörthersee in Pörtschach einlädt.

Entlang der Bahnstrecke zwischen Klagenfurt und Villach gibt es derzeit bereits rund 32 Kilometer Lärmschutzwände. Anfang 2019 soll es eine Wiederaufnahme der Planungsarbeiten für eine Wörthersee-Trasse geben. Aufbauend zu den errichteten Schutzmaßnahmen sollen Optimierungsinitiativen für den Lärmschutz vorgenommen werden.

ÖVP freut sich über die Wiederaufnahme der Wörthersee-Trasse

Anlässlich der Schallschutz-Fachtagung am Freitag in Pörtschach begrüßen die ÖVP-Landtagsabgeordneten Silvia Häusl-Benz und Herbert Gaggl die für Anfang 2019 beschlossene Wiederaufnahme der Planungsarbeiten für eine Wörthersee-Trasse. Schließlich seien rund 200.000 Menschen in der Region betroffen. Gaggl betont: Nur rechtzeitiges Handeln garantiere eine zeitnahe Lösung für eine eigene Güterzug-Trasse. Dies sei nach der Initiative von Mobilitätsreferent Ulrich Zafoschnig garantiert. Vor dem Hintergrund langer Planungszeiten für Bahn-Infrastruktur seien auch rasche Lärmschutzmaßnahmen von hoher Priorität. Darauf macht ÖVP-Landtagsabgeordnete Silvia Häusl-Benz aufmerksam. „Wir müssen die Menschen entlang der Strecke vor dem Bahnlärm schützen“, fordert sie als Bürgermeisterin von Pörtschach. Die Fachtagung werde technisch mögliche Schallschutz-Maßnahmen aufzeigen.

Mathiaschitz und Albel fordern Einbeziehung der Ballungsräume

Kritik gibt es hingegen von den Bürgermeistern Maria-Luise Mathiaschitz und Günther Albel. Sie kritisieren die Einschränkung einer Bahnlärm-Fachtagung auf die Wörthersee-Gemeinden und fordern die Einbeziehung der Ballungsräume Klagenfurt und Villach.

„Die Einschränkung auf den Bereich des Wörthersees ist nicht zu akzeptieren. In Klagenfurt sind zehntausende Bürgerinnen und Bürger direkt oder indirekt vom Bahnlärm betroffen“, stellt Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz klar. Villachs Bürgermeister Günther Albel stößt ins selbe Horn: „Die Frage Bahnlärm kann nur für den gesamten Zentralraum, also inklusive Villach und Klagenfurt, behandelt werden. So war es immer vorgesehen. Der nunmehrige Schwenk widerspricht allen Abmachungen und jeder Logik. Das erschüttert unser Vertrauen in die grundsätzlich enorm wichtigen Lärmschutzpläne massiv.“

Verwirrung um Einladung zur Fachtagung

Zudem behauptet die Klagenfurter Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz in der heutigen Aussendung, dass ihr keine Einladung zur anstehenden Fachtagung übermittelt wurde. Dies nimmt Stadtparteiobmann Stadtrat Wolfgang Germ mit Verwunderung zur Kenntnis. Laut ihm haben alle Stadtsenatsmitglieder sehr wohl eine Einladung erhalten. Diese langte bereits Anfang September per E- Mail im Magistrat ein und wurde weitergeleitet. „Es folgte sogar eine Erinnerung per E-Mail am 3. Oktober, welche ebenfalls intern am 10. Oktober weitergeleitet wurde“, erklärt Germ.

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