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Politik - Villach
Hintergrund
Die Absage-Mail. © 5min / Montage

Einladungsdilemma

Mediale Verwirrung um Lärm­schutz-Einladung

Villach – Eine, am Freitag, den 19. Oktober 2018, geplante Fachtagung rund um die Eisenbahnstrecke am Wörthersee soll nun Perspektiven zum Schallschutz aufzeigen. Doch rund um die Einladungen gab es mediale Verwirrung. Denn es wurde behauptet Bürgermeister Günther Albel (Villach) hätte keine Einladung erhalten und gleichzeitig abgesagt. Wir haben nachgefragt.

 2 Minuten Lesezeit (335 Wörter) | Änderung am 18.10.2018 - 23:30

Schnell hagelte es Kritik. So meint Elisabeth Dieringer-Granza (FPÖ) (genervt) in einem FB-Posting: „Wenn mir ein Thema echt eine Herzensangelegenheit ist, ich auch noch das Datum kenne, kann ich doch auch als Bürgermeister (angeblich) ohne Einladung zum Telefon greifen (lassen) und nachfragen?“ Auch Christian Pober (ÖVP) übt massive Kritik: „Teilnahme am Kongress zum Bahnlärm absagen und dann so tun als wäre man nicht eingeladen worden. Tolle Vertretung unserer Stadt bei so einem wichtigen Thema!“ Zumindest Pober ist am Freitag zusammen mit Stadträtin Katharina Spanring anwesend.

Doch stimmt die Geschichte?

Richtig ist, dass die Klagenfurter Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz behauptete keine Einladung erhalten zu haben. Dies nahm Stadtparteiobmann Stadtrat Wolfgang Germ (FPÖ-Klagenfurt) mit Verwunderung zur Kenntnis. Laut ihm haben alle Stadtsenatsmitglieder sehr wohl eine Einladung erhalten. Diese langte bereits Anfang September per E- Mail im Magistrat ein und wurde weitergeleitet. „Es folgte sogar eine Erinnerung per E-Mail am 3. Oktober, welche ebenfalls intern am 10. Oktober weitergeleitet wurde“, erklärt Germ.

Auch Albel ohne Einladung?

Anders als medial kolportiert hat Bürgermeister Günther Albel zwar abgesagt und sendet eine Vertretung zur Tagung, er habe die Einladung aber erhalten.

Auch betont Albel auf Anfrage: „Man vergisst dabei, dass die Hauptbetroffenen die Villacher und die Villacherinnen sind. Wir haben genau so Bahnlärmschutzmaßnahmen verdient wie die anderen auch. Villach ist doppelt betroffen, wir haben ein Recht darauf, dass auch wir gehört werden.“ Bedauert aber auch, dass die eigentliche Kritik nun, rund um das Gerücht er hätte keine Einladung erhalten, keine Durchdringung mehr erhält. Denn es wird Verkehrslandesrat Ulrich Zafoschnig vorgeworfen, dass nur der Wörtherseeraum beachtet wird.

Doch was sagt Albel zur Behauptung, dass er der Veranstaltung aus politischen Gründen fern bleibt? „Diese Behauptung stimmt nicht, das habe ich nie gesagt“, erklärt sich Günther Albel im Gespräch. „Es sind Vertreter der Stadt Villach dabei, es geht nicht um eine politische Veranstaltung, sondern um eine Fachtagung. Und wir sind als Stadt ordentlich vertreten“, meint Albel weiter.

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