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© LPD Kärnten/fritzpress

Österreichische Rettungshundebrigade

30 Jahre für Kärnten im Einsatz

Kärnten – Erst vergangene Woche zeigte die Österreichische Rettungshundebrigade, wie wichtig ihre Arbeit ist. Mit 15 Suchhunden beteiligte sie sich an der großangelegten Suchaktion nach einer vermissten Wernbergerin. Heute feiert die Landesgruppe Kärnten ihr 30-jähriges Jubiläum.

 4 Minuten Lesezeit (518 Wörter) | Änderung am 20.10.2018 - 17:24

Aufgabe der Österreichischen Rettungshundebrigade (ÖRHB) ist die Suche nach verschütteten, verletzten oder verirrten Personen sowie die nachfolgende Erste Hilfe – und das alles ehrenamtlich und kostenlos. Die Landesgruppe Kärnten leistet dies seit mittlerweile 30 Jahren und feierte ihr Jubiläum heute, Samstag, in Klagenfurt. Landeshauptmann Peter Kaiser überreichte das Kärntner Ehrenkreuz für Lebensrettung an Hundeführer Robert Staudacher mit „Quin“.

Erst am Samstag, den 13., und Sonntag, den 14. Oktober, war die Österreichische Rettungshundebrigade mit 15 Hunden an der Suche nach einer vermissten Wernbergerin beteiligt. Die Frau wurde glücklicherweise gefunden – mit Unterkühlung und einer leichten Verletzung.

Kaiser: „Kärnten ist stolz auf dich!“

„Wenn es euch nicht gäbe, müsste man euch heute erfinden“, betonte Kaiser. Er meinte damit, dass eine sich der Personensuche verschriebene Organisation durch veränderte Einsatzherausforderungen und eine immer älter werdende Bevölkerung immer mehr an Bedeutung gewinne. „Ich bin froh, euch an unserer Seite zu wissen“, so Kaiser, der auch auf das „blinde Verständnis aller Einsatzorganisationen untereinander“ verwies. Dies sei eine besondere Qualität in Kärnten, die auch die Qualität des täglichen Lebens der Menschen enorm hebe. Auch zum Geehrten Robert Staudacher sagte der Landeshauptmann: „Kärnten ist stolz auf dich!“

Überreichung des Kärntner Ehrenkreuzes für Lebensrettung an Hundeführer Robert Staudacher mit „Quin“ - © LPD Kärnten/fritzpress

Ein schwerer Start

ÖRHB-Landesleiterin Cornelia Friesser erinnerte an die schwierigen Anfänge der Landesgruppe – daran, dass man um Anerkennung und Verständnis kämpfen sowie viel Organisatorisches umsetzen habe müssen. Nunmehr leiste man top ausgebildet und im Zusammenhalt professionelle Hilfe. Friesser strich insbesondere die kameradschaftliche Beziehung zu den anderen Einsatzorganisationen hervor. Die ÖRHB zeichnen für sie aus: „Idealismus und die brennende Energie, helfen zu wollen.“

ÖRHB-Präsident Helmuth Gruber zeigte sich von der Feier und den vielen anwesenden Ehrengästen überwältigt. In sehr persönlichen, bewegenden und amüsanten Worten lobte er den Zusammenhalt, die Qualität und Stabilität in der sich bestens entwickelten Kärntner Landesgruppe und gestand: „Ich habe Gänsehaut.“

Einsatz rund um die Uhr

Die Österreichische Rettungshundebrigade wurde 1966 in Wien gegründet. Die seit nunmehr 30 Jahren bestehende Kärntner Landesorganisation hat 80 Mitglieder, darunter derzeit 30 Hundeführerinnen und Hundeführer. In sechs Staffeln unterteilt rücken sie zu jeder Tages- und Nachtzeit in ganz Kärnten flächendeckend aus. Jede Behörde und Privatperson kann die ÖRHB kostenlos über die Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) unter der Notrufnummer 130 alarmieren.

Im heurigen Jahr wurden von der ÖRHB Kärnten schon 23 – oft mehrtägige – Einsätze bestritten. Einer davon war eine Lebensrettung durch den Geehrten Robert Staudacher mit seinem Entlebucher Sennenhund „Quin“ im Bereich des Völkermarkter Stausees. Staudacher ist ÖBB-Bediensteter und wohnt in Gödersdorf.

Kooperation mit Polizei und Wasserrettung

Im Rahmen der Jubiläumsfeier wurden auch Kooperationsvereinbarungen zwischen der Rettungshundebrigade und der Polizei (im Rahmen der „Gemeinsam sicher“-Initiative) sowie der Österreichischen Wasserrettung feierlich unterzeichnet. Anwesend waren Vertreterinnen und Vertreter von Polizei, Bundesheer, Feuerwehr, Bergrettung, Wasserrettung, Rotem Kreuz, Zivilschutzverband und Politik.

Infos unter www.oerhb.at

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