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Politik - Villach & Klagenfurt
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Förderung wird aufgestockt

Alkohol­nachbetreuung: 6.380 Betroffene

Kärnten – Für die Betreuung von alkoholkranken Patienten in Kärnten gibt es künftig höhere Förderungen. Das wurde in der heutigen Regierungssitzung beschlossen. Im vergangenen Jahr wurden 6.380 Betroffene im Zuge der Alkoholnachbetreuung beraten bzw. behandelt. Das geschieht in Zusammenarbeit mit dem Sonderkrankenhaus „de La Tour“ in Treffen.

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Eine im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent höhere Subvention – nämlich 853.000 Euro – wurde im Rahmen der heutigen Regierungssitzung der AVS für ihre psychosozialen Dienste und für die Betreuung von alkoholkranken Patienten zugesprochen. Wie Gesundheits- und Sozialreferentin Beate Prettner erklärte, wurden im vergangenen Jahr 6.380 Betroffene im Zuge der Alkoholnachbetreuung beraten bzw. behandelt. Das geschieht in Zusammenarbeit mit dem Sonderkrankenhaus „de La Tour“ in Treffen.

Einstiegsalter sinkt

Die Hauptgruppe alkoholkranker Menschen in Kärnten sind Männer zwischen 40 und 55 Jahren, die gut situiert sind. Allerdings nimmt die Zahl der Frauen zu. Vor 20 Jahren ist auf zehn Männer eine Frau gekommen; heute kommen auf zehn Männer rund vier Frauen. „Was die Jugendlichen betrifft, so ist folgendes Phänomen zu beobachten: Die Zahl der jungen Alkoholgefährdeten nimmt zwar leicht ab, jedoch sinkt vor allem in Großstädten das Einstiegsalter markant: Noch vor wenigen Jahren lag das Einstiegsalter bei 14, 15 Jahren, heute bei elf Jahren. Ein Drittel dieser Jungeinsteiger wird später zu schweren Alkoholikern“, informierte Prettner. Die Hauptursachen, in die Alkoholfalle zu rutschen, seien Stress, Leistungsdruck, Einsamkeit und Altersisolation.

Auch Angehörige werden miteinbezogen

Die Zielgruppe des Psychosozialen Beratungszentrums in Klagenfurt und die Psychosozialen Dienste in den Bezirksstädten Spittal an der Drau, Hermagor, Villach, St. Veit an der Glan, Feldkirchen, Völkermarkt und Wolfsberg sind junge Erwachsene und Erwachsene mit psychischen und/oder sozialen Problemen oder einer Suchtgefährdung beziehungsweise einem Suchtverhalten. In die Maßnahmen miteinbezogen werden auch die Angehörigen der Betroffenen. „Abgesehen von den Alkoholnachbetreuungen haben sich im Vorjahr knapp 2.000 Personen an das Psychosoziale Beratungszentrum und die Psychosozialen Dienste der AVS gewandt. Mehr als 17.000 Maßnahmen wurden gesetzt“, nannte Prettner konkrete Zahlen.

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