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Hintergrund
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Nicht ganz ohne Probleme

Razzia im V-Club

Villach – Am Donnerstag, dem 25. Oktober 2018, feierte der V-Club Villach sein 10-Jähriges bestehen. Doch was als ultimative Party enden sollte mündete in eine Razzia. Die erste in der Geschichte des Clubs. Nicht ganz ohne Probleme im Ablauf - jedoch auch mit viel Verständnis. Wir waren - wie immer - vor Ort.

 4 Minuten Lesezeit (495 Wörter) | Änderung am 27.10.2018 - 15:17

Gegen 1 Uhr betraten Beamte der Polizei in Uniform sowie Zivil den V-Club in Villach. Niemand durfte den Club verlassen oder betreten. Auch die WC-Anlagen wurden durch die Polizei abgeriegelt. Verlassen konnte man den Club nur noch durch die Notausgänge – begleitet von entsprechenden Kontrollen an der Rückseite des Gebäudes. Was nach einer ganz gewöhnlichen Razzia klingt, war für die Polizei durchaus eine organisatorische Herausforderung.

Kritik am Ablauf

„Natürlich kann man alles besser machen, aber ich bin froh, dass die Exekutive da ist. Es gab so viele Drogentote in letzter Zeit. Darum muss man Präsenz zeigen“, zeigt sich V-Club-Chef Rüdiger Kopeinig verständnisvoll. Doch ganz reibungslos lief diese nicht ab. „Das Thema WC-Anlagen bzw. der Zutritt sowie die Garderobe waren massive Schwachstellen“, meint Kopeinig. Und tatsächlich. Wir haben mehrere Besucher befragt, fast alle zeigten Verständnis für die Kontrollen, jedoch gebe es massiven Verbesserungbedarf bei den Zutrittskontrollen zu den WC-Anlagen sowie bei der Kontrolle beim Verlassen des Lokals. „Es wundert außerdem schon, dass die Behörde nicht vorinformieren. Wir stecken sehr viel Geld in die Prävention. Unter anderem mit Drogenkontrollen am Eingang. In dieser Strenge sind wir die einzigen in Kärnten“, meint Kopeinig. Kritik übt er auch an den Abläufen, die Polizei wäre offensichtlich mit der Menge an Gästen überfordert gewesen. Jedoch war „die Stimmung extrem gut und die Leute waren ausgezeichnet drauf“ – die Razzia fand im laufenden Betrieb statt. Die Party ging also weiter.

Polizei argumentiert

„Wir haben erwartet, dass sehr viele Besucher im Club sind. Es war bereits im Vorfeld klar, dass die Toiletten sich zu einem Flaschenhals entwickeln. Darum haben wir die Durchsuchungsfrequenz erhöht. Schneller ist es einfach nicht gegangen“, meint Major Stephan Brozek vom Stadtpolizeikommando zu uns. Zu dem Problem bei den Garderoben – Besucher mussten vom Notausgang auf der Rückseite des Gebäudes wieder an die Vorderseite, quer durch die Kontrollen, ohne Jacken – meint er, dass extra ein Tag gewählt wurde an dem es nicht regnete, sowie die Temperaturen entsprechend hoch sind. Auch der Kritik, dass Personen das Gebäude nicht verlassen konnten entgegnete er, denn jeder hätte die Möglichkeit gehabt. Man habe die Razzia im laufenden Betrieb durchgeführt. Grundsätzlich werden aber auftretende Probleme besprochen und ernst genommen.

Und die Resultate?

Ein Zwischenergebnis konnte man uns nicht mitteilen. Es gab jedenfalls Anzeigen nach dem Jugendschutzgesetz und nach dem Suchtmittelgesetz. Genaue Zahlen wird es im Laufe des Freitags geben. „Das sind auch die Hauptpunkte nach dem wir die Kontrollen gerichtet haben. Grundsätzlich werden alle Lokale in Villach Stichpunktartig kontrolliert“, meint Brozek gegenüber 5 Minuten Villach. „Eine Kontrolle der Polizei ist nur sinnvoll, wenn man dies nicht mit den Parteien abspricht“, meint Brozek abschließend.

Die Anzahl an eingesetzten Kräften wollte man uns nicht nennen.

Stephan Brozek vom Villacher Stadtpolizeikommando - © 5min.at

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