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Um die Schäden so gering wie möglich zu halten, wurde der Wasserstand im Stausee Rosegg gesenkt.
Um die Schäden so gering wie möglich zu halten, wurde der Wasserstand im Stausee Rosegg gesenkt. © 5min.at

Mittelmeertief ist da:

Hochwasser möglich: Einsatz­kräfte in Alarm­bereitschaft

Kärnten – Am gestrigen Freitag, den 26. Oktober 2018, haben wir eine Regenfront für angekündigt. Diese befindet sich aktuell direkt über Kärnten. Die Einsatzkräfte sind in Alarmbereitschaft. 

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Derzeit fallen noch „normale“ Regenmengen vom Himmel. Dies soll sich aber in den nächsten Tagen vor allem im Bereich Oberkärnten ändern. Darum bereiten sich die Behörden und Einsatzkräfte bereits auf einen Ausnahmezustand vor. Für Kärnten sind Wassermengen von bis zu 400 Liter pro Quadratmeter angekündigt worden. Laut einer offiziellen Aussendung der UBIMET-Unwetterzentrale sind Starkregen sowie Überflutungen möglich. Uns erwartet ein 30 bis 100-jährliches Hochwasserereignis.

Nach Landeskrisenstab: Wasserstand in Stauseebecken gesenkt

Aufgrund der Wetterwarnungen tagte heute, Samstag, dem 27. Oktober 2018, auch der Landeskrisenstab. Die aktuellen Vorhersagen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik prognostizieren Niederschlagsmengen, sind noch höher, als bislang angenommen. Der Durchfluss der Drau würde mit derzeitigem Stand aufgrund des intensiven Regens am Montag und Dienstag auf 2000 bis 2400 Kubikmeter anwachsen. Um Schäden in Ober- und Unterkärnten so gering wie möglich zu halten, wird der Wasserstand in den Stauseebecken in Edling, Ferlach und im Bereich der Annabrücke basierend auf Bescheiden der zuständigen Bezirkshauptmannschaften drastisch abgesenkt. Auch mit Slowenien wurde laut Katastrophenschutzbeauftragtem Markus Hudobnik Kontakt aufgenommen.

Wir von 5 Minuten Villach haben zudem einen Lokalaugenschein in Rosegg vorgenommen. Auch dort wurde der Wasserpegel drastisch gesenkt:

Schifffahrten aufgrund des Unwetters abgesagt

Auch Josef Nageler, Geschäftsführer der Drauschiffahrten, ist von der Senkung des Wasserstandes betroffen. „Da der Wasserstand der Drau um zwei Meter abgesenkt worden ist, haben wir unsere Anlegestelle verlegen müssen“, erklärt er gegenüber 5 Minuten. Diese ist nun nicht mehr, wie gewohnt beim Villacher Congress Center. „Es wurde eine provisorische Lösung beim Wasenboden eingerichtet,“ so Nageler. „Uns war es leider nicht mehr möglich das Schiff in den Hafen zu bringen. Um das Boot zu schützen, überwachen Mitarbeiter der Drauschifffahrten den umliegenden Bereich. Schifffahrten wird es in nächster Zeit erst mal nicht geben. „Normalerweise wäre das Schiff heute, Freitag, und morgen, Samstag, noch in Betrieb gewesen. Aufgrund der Wetterprognosen ist dies nicht mehr möglich“, bestätigt uns Nageler. Erst im November wird das Schiff wieder in See stechen. „Mit dem Start der Adventfahrten am 24. November“, freut sich Nageler.

Fellner: „Achtet auf Informationen aus den Medien“

Der Landeskrisenstab bittet zudem um Wachsamkeit und Kooperation seitens der Bevölkerung: „Wir bitten die Bevölkerung der betroffenen Gebiete entlang der Gail, der Möll und vor allem der Drau, wachsam zu sein. Achten Sie auf die Informationen aus Radio und Fernsehen und kooperieren Sie, wenn nötig, bestmöglich mit den Blaulichtorganisationen die jetzt schon in Alarmbereitschaft stehen“, appelliert Katastrophenschutzreferent Daniel Fellner.

Auch wir, von 5 Minuten werden euch über die aktuellen Wetterprognosen und -warnungen auf dem Laufenden halten.

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