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Aktuell - Villach
vor Szenarien wie diesem schützen. © 5min.at

Aktuelle Infos von der Bezirkshauptmannschaft:

Aktuelle Hochwasser­situation in Villach Land

Villach Land – Wie derzeit die weitere Hochwasser-Entwicklung in Villach Land aussieht? Wir haben mit Villach Lands Bezirkshauptmann Bernd Riepan gesprochen.

 3 Minuten Lesezeit (390 Wörter) | Änderung am 30.10.2018 - 12:48

„Wir haben gehofft, dass sich das Hochwasser lokal gegen 4 Uhr entspannt. Fakt ist jedoch, dass der Wasserpegel gestiegen ist“, so Bernd Riepan, Bezirkshauptmann von Villach Land gegenüber 5 Minuten. In Kötschach-Mauthen im Gailtal gehe der Wasserpegel der Gail stark zurück, es werde auch im unteren Flussbereich (Feistritz/Gail) der Gail zurückgehen: „Wir hoffen, dass es in den nächsten ein bis zwei Stunden merklich zurückgeht“, so Riepan.

Einsätze bei der Drau

„Bei der Wehranlage St. Martin bei Rosegg hat es eine Mauer weggerissen“, berichtet Riepan. Diese wurde mithilfe von entsprechenden Flussbausteinen von der Straßenverwaltung beziehungsweise vom Verbund wieder gesichert. In Frojach wurde ein Bereich mit Betonleinwänden gesichert, diese wurden jedoch unterspült und werden derzeit vom Straßenbauamt wieder abgesichert. „In der Roseggerschleife, in Latschach bei Velden, ist um halb 4 Uhr früh die Überflutung passiert – erste Keller wurden mit Wasser untersetzt. In Latschach wurden zwei Personen evakuiert. Wir warten jetzt, bis die Drau sich zurückzieht, dann kann ein Abpumpen erst möglich werden“, so Riepan. In diesem Bereich rund um Rosegg rinnt die Gail und die Drau zusammen, was wiederum das Hochwasser-Potenzial erhöht: „Es ist schon eine Challenge“, bestätigt Riepan.

Unterstützung vom Bundesheer in Oberkärnten

In ganz Kärnten stehen seit Montag rund 200 Soldatinnen und Soldaten für einen Katastropheneinsatz bereit. Gestern am Nachmittag wurde durch die Bezirkshauptmannschaft Spittal an der Drau das Bundesheer zur Unterstützung gerufen, um Sandsäcke gegen die Wassermassen in Möllbrücke und Sachsenburg aufzuschichten. 80 Soldaten des Jägerbataillons 26 aus der Türk-Kaserne unterstützten die örtlichen Feuerwehren dabei, um Häuser gegen das bevorstehende Hochwasser zu schützen. Zurzeit werden durch die Krisenstäbe der Bezirkshauptmannschaften, des Landes Kärnten und der Landesalarm- und Warnzentrale die Ausmaße der Schäden beurteilt, um im Bedarfsfall etwaige Hilfseinsätze durch das Bundesheer zu planen.

Insgesamt stehen rund 200 Soldatinnen und Soldaten des Jägerbataillons 26 aus Spittal an der Drau, des Pionierbataillons 1 aus Villach und des Bau-Pionierzuges des Militärkommandos Kärnten aus Klagenfurt für weitere Hilfseinsätze bereit. Soldatinnen und Soldaten des Pionierbataillons 2 aus Salzburg und des Pionierbataillons 3 aus Melk stehen im Bedarfsfall für qualifizierte Pionierunterstützung bereit.

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