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Wirtschaft
Ab heute, 12 Uhr, starten die ersten internen Betriebsversammlungen in den großen metallverarbeitenden Betrieben.
SYMBOLFOTO Ab heute, 12 Uhr, starten die ersten internen Betriebsversammlungen in den großen metallverarbeitenden Betrieben. © fotolia 231113392

3.000 bis 4.000 Arbeitnehmer werden streiken:

Den „Metallern“ reicht es

Kärnten – Wegen der abgebrochenen Lohnverhandlungen am vergangenen Freitag treten am heutigen Montag, dem 12. November, einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter metallverarbeitender Betriebe in Warnstreik. Ziel ist eine Rückkehr an den Verhandlungstisch und ein für die Gewerkschaft akzeptables Angebot der Arbeitgeber.

 3 Minuten Lesezeit (473 Wörter) | Änderung am 13.11.2018 - 09.06 Uhr

3.000 bis 4.000 Mitarbeiter metallverarbeitender Betriebe werden an den heute beginnenden internen Betriebsversammlungen und den daraus resultierenden ein- bis dreistündige Warnstreiks erwartungsgemäß teilnehmen. „Die Verhandlungen am Freitag waren bereits die vierte Verhandlungsrunde zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer“, erklärt Landessekräter der PRO-GE Kärnten Gernot Kleißner. Besonders ärgerlich für die Arbeitnehmer-Vertreter: Nach einer kurzen Verhandlungspause wurden am Freitag zuvor gemachte Angebote seitens des Arbeitgebers zurückgezogen und rahmenrechtlich bereits ausgemachte Punkte gestrichen. Die zugesicherten 2 Prozent Lohnerhöhung, die telefonisch noch auf 2,7 Prozent nachgebessert wurden, reichten den Arbeitnehmer-Vertretern nicht. Die rahmenrechtlich bereits ausverhandelten Punkte blieben weiterhin gestrichen. „Das ist eine Vorgehensweise, die so nicht akzeptiert werden kann“, stellt Kleißner im Gespräch mit 5-Minuten klar.

Ab 12 Uhr wird gestreikt

Die Folge aus den vorerst gescheiterten Lohnverhandlungen: Ab dem heutigen Montag, dem 12. November, werden die ersten großen Betriebe ab 12 Uhr interne Betriebsversammlungen abhalten. Dort wird beschlossen, ob man in ein- bis dreistündige Warnstreiks treten wird. PRO-GE Landessekräter Gernot Kleißner erwartet rund 3.000 bis 4.000 Streikteilnehmer. Am heutigen Montag werden die ersten großen Betriebe die Betriebsversammlungen abhalten. In den nächsten Tagen werden die kleineren Betriebe Kärntens nachziehen. Das klare Ziel: Die Rückkehr an den Verhandlungstisch und ein akzeptables Angebot. „Die Forderungen, die wir gestellt haben bleiben weiterhin aufrecht, wie etwa 5 Prozent Lohnerhöhung für die Mitarbeiter und bessere Zuschläge für Nachtdienste“, erklärt Kleißner und fügt weiter hinzu: „Sollte es zu keiner zufriedenstellenden Lösung kommen, wird ab 19. November der Streik fortgesetzt.“ Dann wird der Streik in den öffentlichen Raum getragen.

Team Kärnten ruft zur Sachlichkeit auf

Gerhard Köfer vom Team Kärnten fordert rund um die Metaller-Verhandlungen alle Verhandlungspartner auf, an den Sitzungstisch zurückzukehren: „Ziel muss es sein, dass so lange verhandelt wird, bis weißer Rauch aufsteigt.“ Dass die Gewerkschaft bereits jetzt auf Kampfmodus schaltet, sei laut Köfer nur schwer erklärbar: „Wirtschaft funktioniert nur gemeinsam: Engagierte und fleißige Mitarbeiter sind das Kapital eines jeden Unternehmens. Zeitgleich sorgen die Firmen für sichere Arbeitsplätze sowie Einkommen und müssen sich in einem globalen Wettbewerb behaupten. Es darf niemals das Ziel sein, dass noch mehr Arbeitsplätze im produzierenden Bereich aus Österreich verschwinden.“ Köfer fordert „gegenseitigen Respekt“ und ruft zeitgleich zu Sachlichkeit und Mäßigung auf.

Fachverband gibt sich bereit

In einer Aussendung am Montag gibt sich der Fachverband Metalltechnische Industrie jederzeit bereit, die Gespräche fortzusetzen.

Christian Knill (Obmann des Fachverbands Metalltechnische Industrie) verweist in dieser darauf, dass die Metalltechnische Industrie ein – laut seiner Meinung – ordentliches Angebot vorgelegt hat, „die Gewerkschaften kritisieren Stilfragen, liefern aber keine seriöse Begründung für ihre Ablehnung“. Die vom Fachverband vorgeschlagene Lohnerhöhung von 2,7 % deckt die Inflation von rund 2 % ab und gibt darüber hinaus den prognostizierten gesamtwirtschaftlichen Produktivitätszuwachs von 0,7 % zur Gänze weiter.

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