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Potenzielle Gefährdung von Patientinnen

LKH Villach: Primarius fristlos entlassen

Villach – Der Primarius der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am LKH Villach wurde entlassen. Aufgrund des Datenschutzes können jedoch keine Gründe für die fristlose Entlassung genannt werden. Die Sachlage sei eindeutig gewesen. 

 2 Minuten Lesezeit (338 Wörter) | Änderung am 14.11.2018 - 15:01

Im August 2017 wurde der 54-jährige Leiter der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am LKH-Villach eingestellt. Zuvor war er als Chefarzt in Deutschland tätig. Laut KABEG endete sein Arbeitsverhältnis. Der Arzt wurde fristlos entlassen. Ein Entlassungsgrund darf aufgrund der Datenschutzrichtlinien nicht genannt werden. Die Sachlage sei allerdings eindeutig gewesen. Offenbar wurden durch Mitarbeiter Zwischenfälle gemeldet.

ORF: Potenzielle Gefährdung von Patientinnen

Es habe eine potenzielle Gefährdung von Patientinnen gegeben, so der ORF. Auf weitere Fragen konnte man uns auf Anfrage keine Auskunft geben. Die Aufgaben des Primarius werden derzeit von der Ersten Oberärztin der Gynäkologie Abteilung im LKH-Villach übernommen.

Laut ORF zeigte man sich bei der Ärztekammer schockiert über den Vorfall. Fachlich hätte es keine Beanstandungen oder Beschwerden vonseiten der Kollegenschaft zu dem betroffenen Mediziner gegeben. Nach einer kurzzeitigen Suspendierung, sei der Arzt wieder rehabilitiert worden.

Medien: Es war suizid

Wie die „Woche“ in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, beging der Arzt Suizid. Die Zeitung beruft sich dabei auf Aussagen der Polizei. Auch Gerhard Köfer von Team Kärnten wird zitiert. Er gibt an, der Arzt sei sogar für kurze Zeit von der Arbeit freigestellt worden. Die Kollegen sollen schlussendlich ein Ultimatum gestellt haben. „Entweder er geht oder wir“, soll es geheißen haben. Unsere Redaktion konnte Gerhard Köfer am Abend leider nicht mehr erreichen. Von der KABEG gab es in einem Gespräch mit uns keine Bestätigung für einen Suizid.

Hilfe rund um die Uhr

In der Regel berichten wir nicht über Suizide oder Suizidversuche – außer die Tat erfährt durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Solltest du selbst das Gefühl haben, dass du Hilfe benötigst, kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge unter 142.

Die Telefonseelsorge bietet ein kostenloses, vertrauliches und an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr erreichbares Beratungsangebot – ein offenes Ohr, Entlastung und Unterstützung für alle Anrufenden, unabhängig von deren Alter, Geschlecht, Religion und sozialer Herkunft.

Du kannst die Telefonseelsorge auch online kontaktieren.

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