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Politik - Villach
Hintergrund
Erneut gibt es dicke Luft rund um die Seebachbrücke.
Erneut gibt es dicke Luft rund um die Seebachbrücke. © 5min.at

"Eine Sanierung wird Stauproblem nicht lösen"

Seebach­brücke: Ampel­schaltung wird optimiert

Landskron – Um die Situation rund um das "anhaltende Stau-Chaos" bei der Seebachbrücke aufzulockern, forderte der Stadtrat Harald Sobe heute, Donnerstag, eine erneute Sperre der Brücke. Dies stößt auf Unverständnis bei Landesrat Martin Gruber. Dieser erklärt gegenüber 5 Minuten: "Schon vor den Bauarbeiten gab es Stau bei der Brücke. Eine Sanierung wird dieses Problem nicht lösen."

 3 Minuten Lesezeit (428 Wörter) | Änderung am 15.11.2018 - 16:01

Die Seebachbrücke war vor Beginn der Bauarbeiten mit der Güteklasse 4 eingestuft und musste daher aus Sicherheitsgründen dringend saniert werden. „Die aktuelle Vorgehensweise an der Seebachbrücke sieht vor, dass jetzt das Südtragwerk freigegeben wurde, während Restarbeiten auf der nördlichen Fahrbahn durchgeführt werden“, erklärt LR Gruber die aktuelle Situation an der Seebachbrücke gegenüber 5 Minuten. „Danach erfolgt die Verkehrsführung über das nördliche Tragwerk und der südliche Baubereich wird fertiggestellt. Das sollte zwischen Freitag, den 7. und Freitag, den 14. Dezember 2018 der Fall sein“, so Gruber weiter. „Parallel dazu geht der Rückbau der Umleitungsstrecke über die Treibacher Straße unter Sperre der selbigen voran – das ist aus verkehrs- und bautechnischen Gründen nicht anders möglich.“

Stadtrat Sobe kritisiert Vorgehensweise an der Seebachbrücke

Eine Vorgehensweise, mit der anscheinend nicht alle zufrieden sind. So kritisierte Stadtrat Harald Sobe heute: „Das anhaltende Stau-Chaos rund um die vom Land Kärnten neu gebaute Seebachbrücke ist den Menschen nicht länger zumutbar.“ Sobe fordert daher das Land auf, die derzeit nur auf einem Tragwerk befahrbare Brücke wieder zu sperren und erst dann zu öffnen, wenn sie in vollem Ausmaß befahrbar sei. Diese Forderung stößt jedoch auf Unverständnis bei Landesrat Gruber.

Gruber: „Eine Sanierung wird die Überlastung nicht lösen“

„Der Bereich war bereits vor der Sanierung ein Verkehrsknotenpunkt, der zu Stoßzeiten überlastet ist“, erklärt der Landesrat gegenüber 5 Minuten und führt weiter aus: „Das kann natürlich nicht durch die Sanierung der Brücke alleine gelöst werden.“ Gruber macht deutlich: „Unser Ziel war es, dem Wunsch der Verkehrsteilnehmer zu entsprechen und die Befahrbarkeit der Brücke so rasch wie möglich wiederherzustellen. Deshalb wurde vor der Gesamtfertigstellung bereits ein Tragwerk für den Verkehr freigegeben.“ Um die Sachlage zu verdeutlichen, erklärt der Landesrat: Auf dem Tragewerk ist eine Fahrbahnbreite von sechs Metern geben. Das heißt, auch das Passieren von zwei LKWs ist problemlos möglich.

Ampelschaltung wurde optimiert

„Wir werden daher die Brücke nicht wieder sperren“, gibt Gruber Entwarnung. Um den Bürgern und Bürgerinnen den Alltag zu erleichtern erklärt Gruber jedoch: „Ein Bereich, bei dem wir als Land noch unterstützen können, ist die Ampelschaltung. Sie wurde bereits zurückgestellt auf die Intervalle vor Beginn der Sanierungsarbeiten. Es werden jetzt aber noch zwei zusätzliche Verkehrszählschleifen hinzugefügt, damit der Verkehrsfluss über die Ampelsteuerung noch optimiert werden kann.“

Auch in Klagenfurt sorgt übrigens eine Ampel für reichlich Stau und Ärger.

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