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Die frühen Blütezeiten sorgen für Diskussionen auf verschiedenen Facebook-Seiten.
Die frühen Blütezeiten sorgen für Diskussionen auf verschiedenen Facebook-Seiten. © 5min.at

Diskussion über frühe Blütezeit:

Adventmärkte, Schnee und Palmkätzchen?

Villach-Klagenfurt – November in Kärnten: Der erste Schnee fällt, die Adventmärkte öffnen ihre Türen und die ersten Palmkätzchen treiben aus. Da stimmt doch etwas nicht! Das denken sich auch einige Kärntnerinnen und Kärntner, die auf Facebook über derzeit sprießende Blüten und Beeren diskutieren. Wir haben bei einem Experten nachgefragt.

 3 Minuten Lesezeit (390 Wörter) | Änderung am 19.11.2018 - 12:02

In St. Jakob im Rosental wurden die ersten Palmkätzchen gesichtet. Normalerweise treiben die Knospen der Sal-Weide, welche die Palmkätzchen trägt, erst im Frühling aus. Auch die ersten Himbeeren und Erdbeeren sind zur Ernte bereit, wie ein Facebook-Beitrag vom gestrigen Sonntag, dem 18. Nobember, beweist. Doch woran liegt das? Wachsen bald schon Kärntner Palmen im Winter?

Einzelne Ausreißer kein Problem

Kurt Glantschnig, Innungsmeister der Kärntner Gärtner und Floristen, gibt Entwarnung: „Es ist zwar nicht normal, dass die Palmkätchen um diese Zeit austreiben, eine Gefahr besteht deshalb aber noch nicht.“ Nach längeren Warmphasen komme es, laut Glantschnig, immer wieder vor, dass einige Palmkätzchen früher austreiben. „Solange nicht alle Knospen austreiben, ist das sicher kein Problem“, erklärt er. Das gilt auch für die gesichteten Himbeeren, die bereits einzelne Früchte tragen. Die Bienen hätten im Frühling noch genug Früchte und Knospen zum Bestäuben übrig. „Ob die frühen Blütezeiten auf den Klimawandel zurückzuführen sind, kann momentan wahrscheinlich niemand mit Gewissheit sagen“, ist sich der Innungsmeister der Kärntner Gärtner und Floristen sicher.

Größere Gefahr: Spritzmittel

Eine größere Gefahr sieht Glantschnig in der übermäßigen Verwendung von künstlichen Spritzmitteln und Düngern. „Die Natur und die Bienenvölker werden sich an Veränderungen im Klima anpassen – an künstliche Spritzmittel aber nicht,“ gibt Glantschnig zu bedenken. Während der Gebrauch von künstlichen Düngern und Spritzmittel in der Landwirtschaft bereits streng kontrolliert wird, gibt es im privaten Bereich noch keine Kontrollen. Kurt Glantschnig appelliert an die Vernunft des Einzelnen, seine Pflanzen im Garten nicht mit Spritzmitteln „tot zu spritzen“ und den Bienen im Frühjahr genug Blüten zum Befruchten zu überlassen.

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