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Politik - Klagenfurt
25 Jahre Kinder und Jugendanwaltschaft Kärnten
25 Jahre Kinder und Jugendanwaltschaft Kärnten © LPD Kärnten/Helge Bauer

Zum "Tag der Kinderrechte"

25 Jahre Kärntner Kinder- und Jugend­anwaltschaft

Klagenfurt – Die Kärntner Kinder- und Jugendanwaltschaft feierte heute, Dienstag, ihr 25-jähriges Bestehen. Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Landeshauptmann Peter Kaiser und Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner sowie LHStv.in Gaby Schaunig drückten mit ihrem Besuch des Festakts im Veldener Casineum ihre große Wertschätzung gegenüber der unabhängigen Ombudsstelle aus.

 3 Minuten Lesezeit (450 Wörter) | Änderung am 21.11.2018 - 12:21

Die Kinder- und Jugendanwaltschaft Kärnten, die von Astrid Liebhauser aufgebaut wurde und seither von ihr geleitet wird, ist seit 1. Jänner 1993 als Ombudsstelle des Landes Kärnten zur Wahrung der besonderen Belange und Interessen von Kindern und Jugendlichen eingerichtet. Sie fungiert als unabhängige Vertretung, Beratung und Begleitung für Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebensphasen. Die gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben der „KiJA“ reichen von der Einzelfallarbeit, über kinder- und jugendrelevante Themenarbeit und Projekte bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit für Kinderrechte. Durchschnittlich bearbeitet die KiJA 360 neue Einzelfälle pro Jahr.

In ihren Begrüßungsworten bedankte sich Kinder- und Jugendanwältin Astrid Liebhauser für das zahlreiche Erscheinen der Gäste. Es sei der Kinder- und Jugendanwaltschaft immer wichtig gewesen, zu zeigen, dass Kinder Rechte haben und eigene Persönlichkeiten seien. „Wir wollen Kinder stark für die Welt und ihre Herausforderungen machen. Wir wollen weiterhin Kinderrechte dort einfordern, wo sie zu wenig beachtet werden“, so Liebhauser, die sich bei allen für die gute Zusammenarbeit bedankte.

Starke Stimme für Kinder und Jugendliche

Obwohl Kinderrechte doppelt verbrieft seien – in der Kinderrechtskonvention der UN und im Bundesverfassungsgesetz -, so wüssten wir, dass nicht jedes Kind über das Glück verfüge, dass seine Rechte an jedem Ort und zu jeder Zeit gewahrt blieben, so Bundespräsident Van der Bellen. „Wo Recht besteht, kann Recht gebrochen werden“, sagte der Bundespräsident. Daher sei die Arbeit der Kinder- und Jugendanwaltschaft auch so wichtig. „Die Stimme für die Kinder wird auch zukünftig gebraucht. Ich wünsche ihnen, geschätzte Astrid Liebhauser, und ihrem Team für die Zukunft Ausdauer, viel Kraft, Zielstrebigkeit und Herz“, so der Bundespräsident.

Kaiser weist auf bestehende Missstände hin

Landeshauptmann Peter Kaiser fragte: „Können wir behaupten, dass im Sinne der Kinderrechtskonvention bereits alles erfüllt ist?“. Er wies auf bestehende Missstände hin, etwa bei der Abschiebung von minderjährigen Jugendlichen, die sich in Lehre befinden oder armutsgefährdeten Kindern. Bezugnehmend auf die aktuelle Diskussion über eine Kompetenzbereinigung zwischen Bund und Ländern versicherte der Landeshauptmann, man werde von Kärnten aus keine Verschlechterungen bezüglich der Rechte von Kindern in quantitativer oder qualitativer Form hinnehmen. Vielmehr seien diese in einer 15a-Vereinbarung festzuschreiben.

Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner betonte, das 25-Jahr-Jubiläum sei etwas ganz Besonderes. Die wertvolle Arbeit der Kinder- und Jugendanwaltschaft habe auch dunkle Kapitel bearbeitet und zeichne für Projekte verantwortlich, die mehrfach ausgezeichnet wurden. Die „KiJA“ gebe zudem wichtige Anregungen, stelle Forderungen und äußere Wünsche. „Ich möchte mich für ihre bisherige Arbeit, auch stellvertretend für alle Kinder, Jugendlichen und deren Familien, und bereits heute für die nächsten 25 Jahre bedanken“, erklärte Prettner.

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