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Wirtschaft - Villach
Das Projekt „TourIK“ steht für „Tourismus und Integration in Kärnten“.
Das Projekt „TourIK“ steht für „Tourismus und Integration in Kärnten“. © Diakonie de La Tour

Pilotprojekt:

Kärntner Touris­mus: „Vorlehre“ für Asyl­werber

Villach/Klagenfurt – Ein Jahr ist vergangen, seitdem 30 Teilnehmer/-innen des Projekts „TourIK – Tourismus und Integration in Kärnten“ am Tourismus WissensLabor Warmbad Villach (TW LAB) eine facheinschlägige Vorqualifizierung begonnen haben. Die Gruppe, welche aus jungen Asylwerbern und asylrechtlich positiv beschiedenen Personen besteht, feierte diese Woche ihren Abschluss und kann auf ein Jahr voller Theorie und Praxis zurückblicken.

 2 Minuten Lesezeit (272 Wörter) | Änderung am 22.11.2018 - 16:56

TourIK ist ein größtenteils vom Wirtschaftsministerium finanziertes Pilotprojekt und eine Kooperation des Erwachsenenbildungsvereins TW LAB Warmbad Villach, der FH Kärnten sowie der Diakonie de La Tour. Es zielt darauf ab, junge motivierte Flüchtlinge in Gastronomielehrstellen am 1. Arbeitsmarkt in Kärnten zu vermitteln. Seit November 2017 sammeln diese im Unterricht sowohl fachspezifische Deutschkenntnisse, als auch praktische Arbeitserfahrung in Service und Küche.

Zwei Praxisphasen in heimischen Betrieben

Um diese „Vorlehre“ so realitätsnah wie möglich zu gestalten, umfasste diese auch zwei Praxisphasen in heimischen Betrieben. Hieraus entstanden bereits früher als geplant sechs Lehrverhältnisse sowie ein reguläres Arbeitsverhältnis, die allesamt sehr erfolgreich verlaufen. Rund um den Jahreswechsel sind vier weitere Lehreintritte geplant. „Das Projekt TourIK löst gleich zwei Herausforderungen. Einerseits den Fachkräftemangel in der Tourismus-Branche und andererseits die Einbindung geflüchteter Menschen in den österreichischen Arbeitsmarkt und die Zivilgesellschaft“, erklärt Pfarrer Hubert Stotter, Rektor der Diakonie de La Tour.

Ausbildung trotz Widrigkeiten

Vorgesehen war die Vermittlung der Lehrlinge mit Abschluss der Vorqualifizierung ab 20. November dieses Jahres. Seit 12. September 2018 dürfen Asylwerber jedoch auch in Mangelberufen keine Lehre mehr beginnen und so müssen zehn der verbleibenden Teilnehmer nun zuerst einen positiven Asylentscheid abwarten, um eine sinnhafte Perspektive am Arbeitsmarkt zu haben. In der Zeit bis zur Asylentscheidung sollen die gut ausgebildeten jungen Menschen nicht untätig bleiben müssen: das Projektteam plant auch nach Abschluss der „Vorlehre“ die Organisation von individueller Nachhilfe in bestimmten Fächern als zusätzliche Vorbereitung auf die Berufsschule.  Die sozialpädagogische Betreuung und Arbeitsmarktvermittlung – für alle die dürfen – soll bis zum Projekteende am 31. Juli 2019 fortgesetzt werden.

 

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