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Tankboykott am 26. November:

Wer nicht tankt kommt auch nicht weiter

Villach/Klagenfurt – Fast jeder hat ihn gestern bekommen: den WhatsApp Kettenbrief der zum Tankboykott aufruft. Über die Sinnhaftigkeit lässt sich diskutieren. Wir haben die Details.

 2 Minuten Lesezeit (272 Wörter) | Änderung am 22.11.2018 - 08:27

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Viel Rauch um Nichts

Seit einigen Tagen kursiert auf Social Media Kanälen und überwiegend auf WhatsApp ein Kettenbrief, der zum Boykott von Tankstellen aufruft. Getankt werden soll am 25. November. Der 26. November soll für verwaiste Tankstellen sorgen.

Worum es geht

Von wem der Aufruf kommt oder welche Intention genau dahinter steckt, ist derzeit nicht bekannt. Der Inhalt des Massenaufrufs sieht wie folgt aus:

Inhalt des WhatsApp Kettenbriefs

Große Protestaktion gegen die steigenden Benzin und Dieselpreise Montag 26 November keine Tankstellen anfahren, wer tanken muss sollte das Sonntags am 25.November noch machen. Sende diese Protestaktion an alle deine Kontakte weiter um ein Zeichen gegen die hohen Benzin und Dieselpreise zu agieren

Sende diese Protestaktion an alle deine Kontakte weiter um ein Zeichen gegen die hohen Benzin und Dieselpreise zu agieren.

Derzeit ist der durchschnittliche Spritpreis in Österreich verhältnismäßig hoch und wird voraussichtlich noch steigen. Eine Ökosteuer, wie sie in Frankreich für 2019 geplant ist, oder allgemein eine Anhebung der Abgaben auf Diesel oder Benzin ist in Österreich aber derzeit nicht angedacht. Dort wird seit einigen Tagen gegen steigende Spritpreise protestiert, inklusive tragischer Zwischenfälle wie zwei Todesfällen und über 500 Verletzten.

Besser Alternativen finden

Die Sinnhaftigkeit eines eintägigen Tankboykotts ist eher als fragwürdig einzustufen. Hier wird dann der „Spritkonsum“ eben von einem auf den anderen Tag verschoben und in Summe macht es keinen Unterschied. Sinnvoller wäre es, alternative Fortbewegungsmittel zu verwenden, um Geld zu sparen und gleichzeitig sogar die Umwelt zu schonen. Fahrgemeinschaften, öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad und Fußtaxi sind hier eindeutig die bessere Wahl.

Auch über Rauchmelder treibt seit 2016 ein Kettenbrief sein Unwesen. Wir haben damals nachgefragt.

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