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"Neffen- und Nichtentrick"

Landespolizei Kärnten warnt vor Betrugsmasche

Klagenfurt am Wörthersee – Im Laufe des 28. November 2018 kam es vor allem im Stadtgebiet von Klagenfurt zu zahlreichen versuchten Betrügereien nach dem Schema des „Neffen- bzw. Nichtentricks“. Die Landespolizeidirektion Kärnten warnt nun vor dieser Betrugsmasche und gibt Tipps wie Betroffene sich davor schützen können. 

 3 Minuten Lesezeit (407 Wörter) | Änderung am 28.11.2018 - 17:41

Momentan gab es vermehrte Betrugsversuche durch den sogenannten „Neffen- und Nichtentrick“ im Raum Klagenfurt. Die Betrüger haben es dabei besonders auf allein stehende Personen abgesehen.

So läuft der Betrugsversuch ab:

Ist das Opfer erstmals auserkoren, erhält es einen Telefonanruf. Der „Anrufer“ meldet sich ohne Namensnennung und erkundigt sich nach dem Wohlbefinden des Betroffenen. Sehr einsame Menschen sind in der Regel über die nette, persönliche Ansprache überaus erfreut und gehen von vornherein davon aus, dass es sich beim Anrufer um einen Verwandten oder guten Bekannten handelt. Fragt der oder die Betroffene nach, wer am anderen Ende der Leitung sei, wird vorwurfsvoll die Gegenfrage gestellt, ob man ihn denn nicht erkenne. Die Opfer zählen dann Namen nahe stehender Personen auf, aus denen der Betrüger einen wählt und bestätigt, dass er das sei.

Im weiteren Verlauf des Gespräches schildert der Täter beispielsweise eine finanzielle Notlage und bittet darum kurzfristig Geld ausleihen zu können. Erhält der Betrüger die Zusage, gibt er vor den vereinbarten Betrag wegen irgendwelcher Terminkollisionen nicht selbst abholen zu können und dass er deshalb einen Freund vorbeischicken werde. Die Geldübergabe findet größtenteils in der Wohnung des Opfers statt. Es kommt aber auch vor, dass die Opfer zu einem beim Telefonat vereinbarten Ort gebeten werden. Der angekündigte Freund nimmt dann das Geld in Empfang. Gelegentlich werden auch Quittungen durch die Täter ausgestellt. Es kommt nicht selten vor, dass bei derartigen Taten die Opfer ihre gesamten Lebensersparnisse verlieren!

So schützen Sie sich:

  • Brechen Sie Telefonate, bei denen von Ihnen Geldaushilfen gefordert werden sofort ab. Lassen Sie sich auf keine Diskussionen ein und machen Sie Ihrem Gegenüber entschieden klar, dass Sie auf keine der Forderungen/Angebote eingehen werden.
  • Kontaktieren Sie den „vermeintlichen“ Verwandten, indem Sie ihn unter jener Telefonnummer zurückrufen, die Sie sonst auch verwenden.
  • Bestehen Sie auf ein persönliches Treffen und geben Sie sich nicht mit einer „Vertretung“ zufrieden.
  • Lassen Sie in Ihr Haus oder ihre Wohnung niemanden, den Sie nicht kennen.
  • Verwenden Sie zur Kontaktaufnahme mit solchen Personen die Gegensprechanlage oder verwenden sie die Türsicherungskette oder den Sicherungsbügel.
  • Versuchen Sie, sich das Aussehen der Person für eine spätere Personsbeschreibung genau einzuprägen.
  • Notieren Sie sich – sofern möglich – Autokennzeichen und Marke, Type sowie
  • Farbe eines vermutlichen Täterfahrzeuges.
  • Erstatten Sie umgehend Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle (Notruf 059133).
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