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Politik - Villach & Klagenfurt
In der Kärntner Landesregierung freut man sich über Kärntnes Vorreiterrolle und das grüne Licht seitens der EU-Kommision.
In der Kärntner Landesregierung freut man sich über Kärntnes Vorreiterrolle und das grüne Licht seitens der EU-Kommision. © pixabay.com

Kärnten als Vorbild:

EU: Grünes Licht für Glyphosat­verbot

Kärnten – Ende März 2018 wurde ein allgemeines Glyphosat-Verbot in Kärnten von der EU-Kommission abgelehnt. Nun gibt die EU jedoch grünes Licht, wie die SPÖ Kärnten am heutigen Samstag, dem 1. Dezember, bekannt gegeben hat. Details folgen am Montag.

 2 Minuten Lesezeit (321 Wörter) | Änderung am 01.12.2018 - 10:32

Kärnten wird zum europaweiten Vorzeigeland, was den Schutz der Bevölkerung sowie von Umwelt und Natur vor dem Unkrautgift Glyphosat betrifft. Das Mittel steht in Verdacht, krebserregend zu sein. Wie SPÖ-Landesparteivorsitzender Landeshauptmann Peter Kaiser und SPÖ-Klubobmann Herwig Seiser bekannt gaben, hat die Europäische Kommission dem Kärntner Gesetzesentwurf zur Änderung des Landespflanzenschutzmittelgesetzes bis auf kleine Korrekturwünsche zugestimmt.

„Kärntner Weg“ als Vorbild

„Das heißt im Wesentlichen, wir haben grünes Licht, um Glyphosat und hunderte andere gefährliche, biologisch nicht abbaubare Unkraut- und Schädlingsgifte für private Anwender zu verbieten. Kärnten ist die erste Region in Europa überhaupt, die das schafft. Die Bedeutung, die die positive Stellungnahme der Europäischen Kommission für die Gesundheit aller in Kärnten lebenden Menschen, für unsere Tier- und Pflanzenwelt hat, ist enorm“, zeigt sich Kaiser in einer ersten Stellungnahme erleichtert und erfreut. Kaiser sieht damit verbunden auch ein unübersehbares Signal an andere Bundesländer und vor allem auch an die Bundesregierung. „Unser Kärntner Weg kann, soll und muss Vorbild für alle sein, die es mit dem Schutz der Bevölkerung und unserer Umwelt ernst meinen. Das sind wir unseren Kindern und nachfolgenden Generationen schuldig“, betont Kaiser.

Für SPÖ-Klubobmann Herwig Seiser ist die Nachricht der Europäischen Kommission eine Bestätigung „für den mutigen und richtigen Weg“, den Kärnten mit dem Gesetzesentwurf geht: „Von vielen Seiten wurden wir milde belächelt, von anderen beargwöhnt als wir angekündigt haben, Glyphosat den Kampf anzusagen. Jetzt wird Kärnten, wird unser Pflanzenschutzmittelgesetz damit zum europäischen Vorzeigemodel!“

Details am Montag

Alle Details zur Stellungnahme der Europäischen Kommission und des Kärntner Pflanzenschutzmittelgesetzes, sowie die weiteren Schritte, werden Landeshauptmann Peter Kaiser und Klubobmann Herwig Seiser, gemeinsam mit SPÖ-Landesgeschäftsführer Andreas Sucher und Rechtsanwalt Meinhard Novak am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz präsentieren. Wir werden darüber berichten.

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