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Sport - Klagenfurt
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Mehr Verhandlungsspielraum?

Forderung nach neuem Park: Skater gründen Verein

Klagenfurt – Braucht Klagenfurt einen neuen Skatepark oder nicht? Dieser Frage sind wir vergangene Woche nachgegangen. Die Antwort aus der Politik ist eindeutig: ein neuer Skatepark sei nicht notwendig, eine Sanierung hingegen schon. Doch Vertreter der "Skater-Szene" sehen das ganz anders. Der Park sei veraltet und ein Sicherheitsrisiko. Mittlerweile gibt es auch einen eigenen Verein, um die Interessen gegenüber der Stadtpolitik besser vertreten zu können.

 3 Minuten Lesezeit (479 Wörter) | Änderung am 03.12.2018 - 18:04

Zweimal beschäftigt uns der Klagenfurter Skatepark im November. Einmal hagelte es Kritik durch Vizebürgermeister Pfeiler wegen gesprühter Graffitis, ein andermal beleuchteten wir die Sticker-Aktion, mit der quer durch Klagenfurt ein neuer Park gefordert wird. Auch im Dezember kommt das Thema nicht zur Ruhe. Mittlerweile konnten wir Kontakt zu einem leidenschaftlichen Skater herstellen. Im Gespräch mit ihm erfahren wir, woran sich die hiesige Skater-Szene stört.

Sicherheitsrisiko Skatepark?

Dass in Klagenfurt ein zeitgemäßer und moderner Outdoor-Skatepark notwendig sei, darüber herrsche unter Skateboardern und Inliner- sowie BMX-Fahrern Einigkeit, sagt er uns. „Der Park ist 20 Jahre alt und hat somit seine Zeit gedient. Wenn man jetzt dort fährt, muss man Angst haben, am Boden zu stürzen, da dieser in einem miserablen Zustand ist.“ Zudem würden diverse Rampen bereits rosten, was vor allem beim sogenannten „Grinden“ gefährlich sei, da man leicht hängenbleiben würde – ein Sicherheitsrisiko. Andere Städte, so der Skater, könnten als super Vorbild dienen.

Zumindest beim Bodenbelag könnte sich künftig etwas tun. Dabei sollen Schäden behoben werden, die durch Sprayer entstanden sein sollen. In einer Anfrage im Büro von Vizebürgermeister Pfeiler vergangene Woche sagte man uns: „Der Belag ist durch die Farbe teilweise stark beschädigt und kann nicht mehr zum Skaten genutzt werden.“ Das soll durch eine Sanierung behoben werden.

Auf Facebook ist die Meinung eindeutig

Als wir vergangene Woche eine Debatte auf Facebook starteten, war man sich schnell einig. Der Boden sei zu rau, der Park falsch designt, war da zum Beispiel zu lesen. Oder aber auch: „Ich bin zwar nur zuschauende Mum, aber was die Kinder (…) dort machen, ist grandios! Als ‚familienfreundliche, kinderfreundliche Stadt‘, sollte hier ohne Diskussion etwas adäquates entstehen!“

Olympia 2020

„Skateboarden und BMX ist schon lange keine kleine Szene mit Outsidern, sondern wird nun im Jahr 2020 olympisch“, sagt uns der Skater – vor allem auch in Hinblick auf Villach, das mit Alisa Fessl eine erfolgreiche Skaterin hervorgebracht hat. „Wir sollten einen ordentlichen Trainingsplatz für unsere Nachwuchstalente schaffen.“

Jetzt wurde ein Verein gegründet

„Eines ist sicher, ein neuer Skatepark für unsere Landeshauptstadt ist von allen Sportlern aus Kärnten im Bereich Rollsport gewollt und auch von den Eltern der Kinder, die sich einen fixierten Betonpark wünschen, in dem sich die Kinder nicht die komplette Haut aufschürfen“, erfahren wir im Gespräch weiter. Auch einfachere Rampen wären gewünscht, der alte Park sei nämlich nicht anfängerfreundlich. „Man merkt, dass kein Skateboarder beim Kauf involviert war.“

Um dem eigenen Wunsch Nachdruck zu verleihen, wurde jetzt eigens ein Verein gegründet. „Wir werden in Kürze an unseren Sportreferenten [Anm. Vizebürgermeister Pfeiler] herantreten“, heißt es. „Wir werden alle Rollsportarten miteinbeziehen und auch zu unserem Kärntner Fachverband beitreten.“

Wir wünschen viel Erfolg bei den weiteren Verhandlungen.

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