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Vincento ist ein guter Junge - er wartet nicht nur täglich auf sein Herrchen sondern hilft auch brav mit
Vincento ist ein guter Junge - er wartet nicht nur täglich auf sein Herrchen sondern hilft auch brav mit © 5min.at

Ist das der süßeste Hund Villachs?

„Vincento“ geht täglich mit seinem Herrchen „arbeiten“

Villach – Wir haben uns auf die Suche nach einer lieben Hundestory gemacht und durften Vincento kennenlernen. Der vielleicht treueste Hund der Villacher Innenstadt? Er begleitet sein Herrchen zur Arbeit und wieder nach Hause. Jeden Tag.

 5 Minuten Lesezeit (656 Wörter) | Änderung am 07.12.2018 - 10:27

Vermutlich kennst du Vincento schon, oder hast ihn zumindest einmal gesehen. Ihn und sein Herrchen Fredl Egger, beide von dem gleichnamigen Frisörgeschäft in der Moritschstraße 5, kennt halb Villach. Seit 1986 gibt es den Frisör in der Innenstadt bereits – immer mit Hund.

Er wartet jeden Tag bis Ladenschluss

Vincento ist neun Jahre alt und ein Schäferhund. Jedem, der über die Moritschstraße in die Stadt spaziert,  fällt der Schönling auf. Entweder hockt er vor der Türe oder hinter der Türe und beobachtet das Villacher Innenstadtgeschehen. Stundenlang wartet er auf sein Herrchen, von dem Moment an, wo er in der Früh die Tür des Frisörgeschäftes aufsperrt bis zu dem Moment, wo beide von der Arbeit nach Hause gehen. Sie kümmern sich gemeinsam um ihre Kunden, Vincento kuschelt sich als Begrüßung und während der Wartezeit dazu, gehen gemeinsam zur Bank, zu Mittag spazieren und zwischendurch einen Café trinken. Und nirgendswo wäre er lieber, als bei seinem Herrchen in der Arbeit. 

Kinderlachen: 30 Mal „Hallo Hund!“

Nicht nur die Kunden und Kundinnen haben oft ein Leckerli mit und lieben, dass der Hund zum Frisörbesuch einfach dazu gehört und sie jedes Mal begrüßt. „Vincento sitzt auch oft vor der Türe und da wird es oft richtig lustig. Denn daneben befindet sich eine Schule und „zu Mittag spazieren 30 Kinder mit Erzieherinnen vorbei und alle sagen Hallo Hund oder freuen sich einfach ihn zu sehen“, lacht der Frisörmeister. Da ertönt schon einmal lautstark 30 mal hintereinander „Hallo Hund“ von allen Kindern. Und Vincento strahlt alle Kinder glücklich an. „Wenn ich am Vormittag zur Bank gehe, dann bekommt Vincento von den Bankangestellten immer seine Leckerlis und wenn wir ins Rathauscafé oder ins Per Du spazieren, dann kann es passieren, dass Vincento zuerst Wasser und Keks bekommt, bevor ich meinen Café  genießen darf“, lacht er.

„Na, dann lassen´s ihn halt da!“

Gerade als Fredl Egger frisch sein Geschäft eröffnete, fiel ihm auf, dass eine seiner Stammkundinnen ganz traurig drein blickte. Sie schaute auf den Boden, dann wieder zu ihrem jungen Mischlingshund, dann wieder weg. „Während ich so die Haare schnitt, fragte ich sie im Spiegel, na was ist denn los? Sie erzählte, dass ihr Sohn den kleinen Hund, den sie sofort ins Herz schloss, schenkte. Weil sich die Nachbarn im Wohnblock beschwerten, musste sie ihn leider wieder weggeben.“  Er ließ Minuten vergehen, dachte nach und schaute im Spiegel seine traurige Kundin an. Irgendwann drehte er sich plötzlich um und sagte, „na dann lassen´s ihn halt da und gehen´s heim!„. Und so begann die Geschichte von Fredl und all seinen Hunden.

Vincento mit seinem Herrchen Fredl Egger vor dem Frisörgeschäft

Vincento mit seinem Herrchen Fredl Egger vor dem Frisörgeschäft - © KK

„Wie sich ein Hund verhält,

… da bin ich mir nach unzähligen Ausbildungen sicher, hat damit zu tun, wie die Menschen mit ihm umgehen. Und Gefühl und Herz sind dabei das Wichtigste! „Wissen Sie, ich kann es mir nicht erklären und normalerweise glaube ich auch nicht daran. Aber als ich eine Operation hatte und einige Tage danach plötzlich ein akuter Fall auftrat war mein Hund im selben Moment im Salon. Meine Lebensgefährtin erzählte, dass er plötzlich anfing, sich komplett anders als sonst zu verhalten. Lief zum Parkplatz, wo ich jeden Tag parkte, lief im Salon auf und ab und setzte sich schlussendlich auf eine Treppe, wo er noch nie saß und wartete traurig. Niemand wusste was mit ihm los war. Erst viel später stellten wir fest, dass es bei mir exakt in diesen Minuten medizinisch weit weg in einem Krankenhaus sehr ernst wurde. Natürlich, an so etwas kann man glauben oder nicht, aber ich bin mir sicher, dass es da irgendeine Verbindung zwischen mir und meinem treuen Hund gibt – auch wenn ich das nicht erklären kann!“

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