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Ö-Ticket muss Gebühren zurückzahlen

Urteil: Geld zurück für Ö-Ticket Kunden

Kärnten – Das Kartenbüro Ö-Ticket muss diverse Gebühren zurückzahlen, die es von Konsumentinnen und Konsumenten verlangte, damit diese überhaupt zu ihren Eintrittskarten kommen. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hatte diese Praxis als ungesetzlich angesehen und daraufhin geklagt. Das Urteil ist rechtskräftig.

 2 Minuten Lesezeit (283 Wörter) | Änderung am 11.12.2018 - 14:46

Kunden müssen bei Ö-Ticket für die Vermittlung von Eintrittskarten Entgelte bezahlen. So hätte beispielsweise eine Karte für ein Eishockeyspiel direkt beim Veranstalter 30 Euro gekostet, beim Kauf über Ö-Ticket wurden dafür 33 Euro fällig. Soweit so gut. Zusätzlich zu dieser Vermittlungsprovision, verlangt Ö-Ticket aber zusätzlich unterschiedliche Entgelte für diverse Zustellarten.

Das Kartenbüro Ö-Ticket bot dabei mehrere Möglichkeiten, an seine Tickets zu gelangen: Kundinnen und Kunden konnten die Karten unter anderem selbst drucken („print@home“), über das Handy beziehen („mobile ticket“), diese bei der Abendkassa hinterlegen lassen oder sie bei einer Libro-Filiale beziehungsweise bei Ö-Ticket selbst abholen. Für diese Varianten, bei denen der größte Aufwand bei den Kunden lag, verrechnete Ö-Ticket Gebühren, die zwischen 1,90 und 2,90 Euro lagen. Die Kunden hatten damit in vielen Fällen auch gar keine Möglichkeit, ohne weitere Kosten zu ihren Karten zu kommen.

So funktioniert die Rückforderung der Gebühren

Für den VKI war diese Vorgehensweise gesetzwidrig. Deshalb klagte er die CTS Eventim Austria GmbH, die das Ticketservice „Ö-Ticket“ betreibt. Das Ergebnis:  Ö-Ticket darf für die verpflichtende Warenbereitstellung keinen Kostenersatz verlangen. Die Gebühren sind somit insgesamt gröblich benachteiligend.

„Alle Verbraucher, die die angesprochenen Gebühren bezahlt haben, können diese nun zurückfordern“, erklärt Joachim Kogelmann, zuständiger Jurist im VKI. Der VKI stellt auf www.verbraucherrecht.at kostenlos einen Mustertext für die Rückforderung zur Verfügung.

Diese Gebühren sind betroffen:

Insgesamt handelt es sich um folgende fünf Gebühren:

  • print@home (2,50 EUR)
  • „mobile tickets“ (2,50 EUR)
  • Hinterlegung an der Abendkassa (2,90 EUR)
  • in einer Libro-Filiale (1,90 EUR)
  • im oeticket Center (1,90)
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