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Politik - Villach
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Und so sieht das Budget im Detail aus

24,1 Millionen Euro für sozial Schwache

Villach – Eine Million Euro mehr muss die Stadt Villach an das Land abführen. Grund ist eine Steigerung der Abgabe an das Land um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2018). Die Stadt gleicht das Sozialbudget aber zumindest aus - im Budgetvoranschlag für 2019 ist mehr Geld vorgesehen.

 2 Minuten Lesezeit (352 Wörter) | Änderung am 11.12.2018 - 13:03

Diese Abgaben steigen jedes Jahr, 2019 um 4,6 Prozent. „Wir zahlen natürlich unseren Pflichtanteil“, erklärt Vizebürgermeisterin Sozialreferentin Gerda Sandriesser (SPÖ). Sie betont, dass die Stadt Villach bei ihren Leistungen im Sozialbereich weder einspart noch reduziert, sie hat zusätzlich mehr als 1 Million Euro an freiwilligen Leistungen veranschlagt. „Seit Jahren subventionieren wir in Villach verschiedenste Organisationen und Vereine. Wir versuchen das dichte Netzwerk an Hilfeleistungen für Menschen, die in Not sind, zu knüpfen“, sagt Sandriesser.

Albel: Eine andere Lösung muss her

Die Abgaben für „Soziales“ und „Landeskrankenanstalten“ an das Land stiegen um rund zwei Millionen auf 34,3 Millionen Euro an. Die diesbezüglichen Ausgaben haben sich seit dem Jahr 2009 um 13 Millionen Euro erhöht. „Hier müssen wir als Stadt dringend mit dem Land einen anderen Weg finden. Diese Kosten nehmen uns im Budget die Luft zum Atmen“, sagt Bürgermeister Albel (SPÖ) im Rahmen der Budgetsitzung vor wenigen Tagen.

Und so sieht das Budget im Detail aus

24,1 Millionen Euro stehen im kommenden Jahr insgesamt für soziale Hilfe in allen Lebenslagen zur Verfügung. So fließen etwa 6,9 Millionen Euro in die Unterstützung für Pflegeheime, 5,6 Millionen Euro für Einrichtungen der Chancengleichheit (Behindertenhilfe), 4,3 Millionen Euro für die Kinder- und Jugendhilfe und 1,2 Millionen Euro in die Kärntner Mindestsicherung. Obendrein gibt es in Villach noch den Heizkostenzuschuss und den freiwilligen Weihnachtsbonus sowie finanzielle Unterstützung für das Frauenhaus und andere wichtige Beratungsdienste, wie etwa die Drogenberatung.

Das Hilfsnetzwerk umfasst allein 64 Vereine und Organisationen, die mit der Stadt hervorragend zusammenarbeiten und finanziell unterstützt werden.
Dazu zählen unter anderem die Arge Sozial, die Westbahnhoffnung Villach, Inklusion Kärnten, die „Soziale Betriebe Kärnten“ und der Sozialmarkt Kärnten.

Auch die Caritas mit ihrem „Carla+“-Shop und der Männerberatung sowie die Diakonie Kärnten, die die Jugendnotschlafstelle „Juno“ betreibt, bekommen Unterstützung.

Zusätzlich veranschlagt die Stadt im kommenden Jahr weitere 11,2 Millionen Euro für die Krankenanstalten.

Somit summieren sich die verpflichtenden Ausgaben an das Land Kärnten auf insgesamt 34,3 Millionen Euro.

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Der „carla+“ Shop in der Innenstadt.

Der „carla+“ Shop in der Innenstadt. - © 5min.at

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