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16.12.2018 - 20:00Frühkinder­betreuung: Von der Erzieherin zur Arbeitslosen
Leute - Villach
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Selbstkritik des Obmannes

„Frühkinder Villach“ vor dem Aus

Villach / Warmbad – Ziemlich turbulent war es bei der "Frühkind­betreuung" in Villach von Anfang an. Nun steht der Verein endgültig vor dem Aus. Schuld sind ausbleibende Förderungen des Landes sowie organisatorische Fehler des Obmannes.

 2 Minuten Lesezeit (300 Wörter) | Änderung am 16.12.2018 - 20:05

Am 20. September 2018 wurde der Verein, ansässig in der Warmbaderallee 55, gegründet. Montag bis Freitag zwischen 5 Uhr Früh und 20 Uhr Abends konnte man seine Kinder zu einem der Betreuungsplätze bringen. Man wollte eine flexible Kinderbetreuung, mit besonderen Öffnungszeiten, bieten. Bereits ab dem ersten Jahr war man willkommen. Doch offenbar hat man sich schlicht verkalkuliert.

Förderung nicht gewährt und Magistrat Villach stellte Mängel fest

„Am 20. September als ich unsere Frühkinder gründete, glaubte ich, dass wir unsere Kinderbetreuung auch ohne Landesgelder schaffen können. Schon sehr bald kam ich zu der Einsicht, dass dies nicht möglich ist. Aber traurige Gewissheit ist, dass für die Fehler, die ich gemacht habe, jetzt andere, nämlich Unschuldige die Leidtragenden sind“, gibt sich Josef Wagner auf der Facebook-Seite des Vereins selbstkritisch.

So wurde der Kindergarten – in der Hoffnung man benötigte keine Fördergelder – eröffnet ohne das Land darüber zu informieren. Eine nachträglich Prüfung ergab nun, dass es in Villach keinen Bedarf an solch einer Einrichtung gibt. Erschwerend hinzu kommt, dass das Magistrat Villach Mängel festgestellt hat, sowie Kriterien für das Land nicht erfüllt wurden. Darunter Mängel bei der Ausbildung des Personals sowie bei den Gruppengrößen. Auch bauliche Mängel soll es geben.

Letzter Appell an die Behörden

„Aber ich alleine bin verantwortlich für diese Katastrophe, weil ich durch mein Handeln Vorschriften, Regeln und Bestimmungen gebrochen habe. Die zuständigen Behörden möchte ich bitten, eine Lösung für diese wunderbare Geschichte und die damit verbundene Rettung von vielen Menschen, besonders von unseren Kleinsten zu finden“, appelliert Wagner noch an die Behörden. Vorerst scheint es aber so, als würde die Einrichtung nicht weiter bestehen.

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