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Drogen und Bargeld konnten sichergestellt werden.
Drogen und Bargeld konnten sichergestellt werden. © LPD Kärnten

Drogenhändler gestoppt:

Nach Drogen­tod: Dealer­bande konnte fest­genommen werden

Klagenfurt, Völkermarkt, Wolfsberg – Am Samstag, den 30. September 2017 verstarb ein 16-jähriges Mädchen im Bezirk Wolfsberg in Folge eines Suchtmittelmissbrauchs. Ihr damaliger Freund, von dem sie die tödlichen Drogen erhalten hatte, wurde im Oktober 2018 zu einer 16-monatigen Haftstrafe rechtskräftig wegen grob fahrlässiger Tötung verurteilt. Aufgrund der daraus gewonnenen Erkenntnisse konnten in Ferlach fünf Personen wegen Verdacht auf gewerbsmäßigen Drogenhandels festgenommen werden. 

 4 Minuten Lesezeit (485 Wörter) | Änderung am 14.12.2018 - 16:36

Am Samstag, den 30. September 2017 verstarb ein 16-jähriges Mädchen im Bezirk Wolfsberg in Folge eines Suchtmittelmissbrauchs. Ihr damaliger Freund, von dem sie die tödlichen Drogen erhalten hatte, wurde im Oktober 2018 zu einer 16-monatigen Haftstrafe rechtskräftig wegen grob fahrlässiger Tötung verurteilt. Aufgrund der daraus gewonnenen Erkenntnisse und danach geführten umfangreichen Erhebungen konnten am Sonntag, den 20. November 2018, gemeinsam mit dem EKO Cobra Süd und der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) fünf Personen wegen dem Verdacht des gewerbsmäßigen Drogenhandels in Ferlach festgenommen werden.

An den Ermittlungen waren Beamte des Landeskriminalamts Kärnten, Ermittlungsbereich Suchtmittel, und den Kriminaldienstgruppen der Bezirke Feldkirchen, Wolfsberg, Völkermarkt und Villach sowie der Stadtpolizeikommanden Klagenfurt und Villach beteiligt.

In Unterkärnten gedealt und geschmuggelt

Bei den fünf festgenommenen Personen handelte es sich um zwei slowenische Staatsbürger im Alter von 28 und 29 Jahren sowie um zwei kroatische Staatsbürger im Alter von 31 und 25 Jahren und um einen niederländischen Staatsbürger im Alter von 24 Jahren.

Den beiden Slowenen konnte alleine in den letzten fünf Monaten der Schmuggel von mehr als sechs Kilogramm Heroin, 70 Gramm Kokain und 500 Gramm Cannabis von Slowenien nach Kärnten nachgewiesen werden. Die beiden Slowenen mieteten dafür eine Wohnung in Klagenfurt und verkauften von dort aus das Suchtmittel an zwei kroatische Subdealer, welche das Suchmittel in weiterer Folge im Großraum Klagenfurt, Völkermarkt und Wolfsberg weiterverkauften.

Auch in der Nachbarswohnung wurden Drogen gefunden

Bei einer von der Staatsanwaltschaft angeordneten Hausdurchsuchung konnten in der sogenannten Bunkerwohnung mehrere tausend Euro Bargeld und Suchtmittelutensilien sichergestellt werden. Auch in der Nachbarwohnung konnten 233 Gramm Heroin sichergestellt werden. Der Wohnungsmieter, ein 25-jähriger Kroate, wurde als Beitragstäter festgenommen.

Seit über einem Jahr Drogen nach Kärnten geschmuggelt

Der Straßenverkaufswert der nachgewiesenen Einfuhrmenge Heroin beträgt mehrere hunderttausend Euro. Das Kokain hatte einen Wert von rund 7.000 Euro und der Straßenverkaufswert des Cannabiskrauts lag bei 5.000 Euro. Tatsächlich dürften die slowenischen Staatsbürger aber bereits seit mehr als einem Jahr Heroin und Kokain nach Österreich geschmuggelt haben. Insgesamt konnten im Zuge dieser Erhebungen bis dato 13 Suchtmitteldealer festgenommen werden, wobei elf Personen in die zuständigen Justizanstalten eingeliefert wurden. Außerdem konnte ein am Sonntag, den 18. März 2018 verübter Raubüberfall kurz nach Tatbegehung geklärt werden.

Sichergestellt werden konnten insgesamt 233 Gramm Heroin, geringe, verkaufsfertig abgepackte Mengen an Kokain, Heroin und Cannabis sowie mehr als 10.000 Euro Bargeld, welches aus dem Verkauf von Drogen stammt.

Darmann dankt den Ermittlern

Großes Lob für die Ermittler gab es vom FPÖ-Chef Klubobmann, Gernot Darmann: „Durch die verantwortungsvolle Anti-Drogenpolitik von Innenminister Herbert Kickl beginnt der Kampf gegen die Drogenkriminalität verstärkt Wirkung zu zeigen“, betont Darmann. Er dankt den Ermittlern für die beherzte und hartnäckige Ermittlungsarbeit und fordert eine schärfere Bestrafung der Drogendealer, „die Kärnten mit Drogen regelrecht überschwemmen und insbesondere unsere Jugend vergiften“, so Darmann.

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