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Politik - Klagenfurt
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Landesrechnungshof aktiv

Wieder Krawall um die Benediktiner­schule

Klagenfurt – Bekanntlich ist die FPÖ nicht wirklich zufrieden mit dem Verkauf der Benediktinerschule. Nun setzte man sich dafür ein, dass der Landesrechnungshof die Sache unter die Lupe nimmt. Wolfgang Germ (FPÖ) fühlt sich bestätigt. Denn laut FPÖ wäre der Kaufpreis zu gering. Für die Stadt wären die genannten Objekte aber nicht vergleichbar. Im Stadtsenat und Gemeinderat stimmte die FPÖ dagegen.

 2 Minuten Lesezeit (339 Wörter) | Änderung am 21.12.2018 - 09.07 Uhr

Für Gernot Darmann besteht der dringende Verdacht, dass hier Vermögen der Allgemeinheit weit unter Preis abgegeben worden ist. Bemängelt wird auch mangelnde Transparenz. „Dies umso mehr, wenn man den Verkauf der Benediktinerschule mit einer anderen Immobilien-Transaktion der Stadt Klagenfurt vergleicht“, führt Darmann aus. Beim Erwerb von 40,8 Prozent eines Bürokomplexes am Domplatz [Anm. Gerngross] zahlt die Stadt Klagenfurt um 500 Prozent mehr pro Quadratmeter als sie bei der Benediktinerschule verlangt – so zumindest die FPÖ.

Für 1.873 Quadratmeter ohne zusätzliche Grundfläche legt die Stadt 7 Millionen Euro auf den Tisch. 3.100 Quadratmeter in der Benediktinerschule samt 1.000 Quadratmeter Grund gibt sie um 2,27 Millionen Euro ab. „Beide Immobilien in der Innenstadt sind Luftlinie 500 Meter entfernt.

Fakten

Die Unternehmerfamilie Kanduth, die hinter der „ARGE Benediktinerhof“, sowie „9010 Immobilien“ und „MK 32 Immobilien“, steht, ging als Bestbieter für die Schule hervor. Der Kaufpreis: 2,2 Millionen Euro.

Geplant ist ein Budget-Hotel, eine Tiefgarage, eine Skybar und Büro- sowie Geschäftsflächen. Rund 34 Millionen Euro will man investieren. Der neue Komplex ergänzt das Hotel Sandwirth.

Stadt-FPÖ sieht sich vorerst bestätigt

Die FPÖ Klagenfurt begrüßt es, dass der Landesrechnungshof den Verkauf der Benediktinerschule prüft. „Wenn Bürgermeisterin Mathiaschitz vernünftig ist, dann setzt sie den Verkauf der Benediktinerschule aus, bis der Bericht des Rechnungshofes vorliegt“, fügt Germ hinzu. Aus seiner Sicht wäre es erforderlich, dass alle Sachverständigen-Gutachten für die Grundstücks-Transaktionen noch einmal einer kritischen Würdigung unterzogen werden. „Die Preise müssen vergleichbar sein“, fordert Germ abschließend.

Für die Stadt sind die genannten Objekte allerdings nicht vergleichbar. Auch die bauliche Substanz sowie der Zustand der Gebäude seien unterschiedlich. Man sehe der Prüfung gelassen entgegen.

Begründung im Wortlaut

„Es gab einen einstimmigen Beschluss, weil die Art und Weise dieser Veräußerung auch eine wesentliche Rolle für die Schuldenentwicklung der Landeshauptstadt spielt. Dieser wiederum ist wichtig für die Beurteilung der Gesamtverschuldung des Landes“, teilt der Obmann des Kontrollausschusses FPÖ-Landesparteichef Gernot Darmann mit.

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