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Politik - Villach
Debatte
© Joachim Krenn

Grüne und Verantwortung Erde:

Forderung nach Alter­nativen zum Silvester­feuerwerk

Villach – Kein Feuerwerk mehr zu Silvester? Wenn es nach den Villacher Grünen und der Bewegung Verantwortung Erde geht, könnte dies bald Realität werden. Beide Fraktionen haben diesbezüglich Anträge im Gemeinderat gestellt. Sie fordern eine Alternative, da die Feuerwerke zu viel Feinstaub produzieren und zudem Haus- und Wildtiere verschrecken.

 3 Minuten Lesezeit (442 Wörter) | Änderung am 21.12.2018 - 15:52

Die Villacher Grünen und die Bewegung Verantwortung Erde sind sich einig. Die Feuerwerke, welche mehrmals jährlich, zu Silvester, am Kirchtag oder bei der Summertime in Villach abgefeuert werden, gehen mit zu viel Lärm, Müll und Feinstaub einher. Sabina Schautzer von den Grünen und Renè Kopeinig von der Bewegung Verantwortung Erde sehen darin ausreichend Anlass, um bei den künftigen Veranstaltungen in Villach auf Alternativen umzusteigen. Gemeinsam ersuchen sie Bürgermeister Günther Albel keine Ausnahmen des Pyrotechnikgesetzes (PyroTG2010) für Feuerwerke mehr zu vergeben.

Schautzer: „Feuerwerk enthält toxische Inhaltsstoffe“

Schautzer betont: „Greenpeace, Umweltchemiker und Lungenfachärzte weisen schon seit Jahren auf die Gefahren des bei Feuerwerken entstehenden Feinstaubes, sowie der darin befindlichen toxischen Inhaltsstoffe hin.“ Zudem ergänzt die Grüne Gemeinderätin: „Die Farben des Feuerwerkes werden vorwiegend durch Schwer- und Leichtmetallpartikeln erzeugt. Dabei handelt es sich um Barium, Strontium, Kupfer und Aluminium, die eingeatmet werden.“ Auch die finanziellen Mittel, die durch Feuerwerke Jahr für Jahr im wahrsten Sinne „verpulvert“ werden, wären z.B. bei Projekten die dem Klimawandel entgegenwirken besser aufgehoben, so Kopeinig und Schautzer.

Kopeinig: „Die Haustiere leiden unter dem Lärm“

„Zudem leiden Haus- und Wildtiere durch ihr empfindliches Gehör in besonderem Maße unter den Feuerwerkskörpern. Darüber hinaus entstehen dadurch Unmengen an Müll, die unkontrolliert im Land herabfallen und damit die Umwelt verschmutzen. Bei ungünstiger Landung auf trockenen Flächen, kommt es durch die Raketen immer wieder zu Brandschäden in Wäldern, auf Wiesen und auf Balkonen“, fügt Erde-Gemeinderat Renè Kopeinig hinzu. Da sich Feierlichkeiten und der achtsame Umgang mit Mensch, Tier und Natur nicht ausschließen, haben beide Fraktionen im Gemeinderat Vorschläge eingebracht mit denen Villach im besten Falle auch Vorbild für andere Gemeinden werden könnte.

Hat Villach bald einen „Zeitball“?

Beide schlagen in der heutigen Aussendung Alternativen vor. So spricht Kopeinig von der Nutzung eines nach unten gleitenden „Zeitballes“, wie am New Yorker Time-Square. „Dieser ist umwelt-, gesundheits- und tierfreundlich“, erklärt Kopeinig. Zudem betont er, dass ein solcher Ball mehrjährig nutzbar wäre. Schautzer ergänzt: „Die alljährlich stattfindende Feuershow zum Abschluss des Straßenkunstfestivals zeigt, dass es auch andere Alternativen gibt“. Beide fordern auch die Bevölkerung auf weitere, kreative Vorschläge einzubringen. „Wichtig ist uns, in Zukunft auch bei Feierlichkeiten auf unsere Gesundheit, die Umwelt und die Tiere zu achten“, so die beiden abschließend.

Wir, von 5 Minuten, sind neugierig: Was denken die Villacher und Villacherinnen über ein Silvester, einen Kirchtag oder eine Summertime ohne Feuerwerk? Schreib uns doch in den Kommentaren auf Facebook deine Meinung oder bring einen Vorschlag zur Feuerwerk-Alternative. 😉

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