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Auch beim Feiern geht die Sicherheit vor

Feuerwerk, Sekt & Sicherheit – alles rund um Silvester

Klagenfurt/Villach – Feuerwerk an Silvester: ja oder nein? Diese Diskussion wird in den letzten Jahren immer häufiger geführt. Während sich die einen den Jahresabschluss ohne Böllerei nicht vorstellen können, sehen das andere zunehmend kritisch. Vor allem Tiere leiden unter dem Lärm. Unlängst wurde auch in Villach öffentlich über Alternativen zum Silvesterfeuerwerk diskutiert. Der Pyrotechnikhandel hingegen verbucht an Silvester hohe Umsätze. Wie ihr euch am 31. Dezember auch entscheidet: Die Sicherheit geht vor.

 4 Minuten Lesezeit (569 Wörter) | Änderung am 30.12.2018 - 09.58 Uhr

Zum Jahreswechsel 2018/19 werden in Österreich bei rund 10.000 Verkaufsstellen Feuerwerkskörper zum Verkauf angeboten. Rund 50 Prozent davon entfallen auf den Pyrotechnikhandel vor Ort sowie auf Markt-/Verkaufsstände. Das Geschäft rund um Silvester macht einen Großteil des Jahresumsatzes aus. „In diesem Zeitraum sichert und schafft der Pyrotechnikhandel viele Arbeitsplätze in Österreich“, so Hans Mathias Liebenwein, Branchensprecher des Pyrotechnikhandels in der Wirtschaftskammer Kärnten.

Am beliebtesten sind zum Jahreswechsel mit einem Anteil von rund 63 Prozent Raketen, gefolgt von Kinder-, Batterie- und Bodenfeuerwerken. „Eine Umfrage in der österreichischen Bevölkerung durch das market-Institut zeigt, dass die Hälfte der Österreicher Feuerwerke als kulturelle Brauchtumspflege ansehen und sich damit identifizieren“, so Liebenwein.

„Zeitball“ statt Feuerwerk?

In Villach wird aktuell darüber diskutiert, ob man künftig anstelle von Feuerwerken einen nach unten gleitenden „Zeitball“ wie am New Yorker Times Square einsetzen soll. Dieser sei umwelt-, gesundheits- und tierfreundlich, zudem wäre ein solcher Ball mehrjährig nutzbar. Haus- und Wildtiere leiden durch ihr empfindliches Gehör in besonderem Maße unter den Feuerwerkskörpern, erklärt Erde-Gemeinderat Renè Kopeinig. Weitere Infos zur Diskussion in Villach findet ihr hier.

Sicherheit geht vor

Ein Thema ruft der Pyrotechnikhandel-Branchensprecher rund um Silvester besonders in Erinnerung: „Sicherheit geht vor und hat oberste Priorität.“ Und weiter: „Dem österreichischen Pyrotechnikhandel ist es ein Anliegen, dass neben den Branchenteilnehmern auch Konsumentinnen und Konsumenten über die gesetzlichen Vorschriften in Sachen Feuerwerkskörper gut Bescheid wissen.“ Vor allem gilt: Alkohol oder Leichtsinn sind schlechte Begleiter für ein sicheres Zünden von Feuerwerkskörpern.

Dazu kommt: Mit Feuerwerks- und Knallkörpern ist stets vom Körper weg zu hantieren, sie sollen niemals in der Hand gehalten und mit ihnen darf nicht auf Menschen gezielt werden. „Und um bezüglich Qualität und Sicherheit auf Nummer sicher zu gehen, ist es ratsam, Pyrotechnika in den entsprechenden Fachgeschäften zu kaufen“, rät Liebenwein.

Neben Feuerwerken knallen auch Sektkorken

90 Prozent der österreichischen Bevölkerung stoßen zu Silvester mit einem Gläschen Sekt auf den Jahreswechsel an. 2 Millionen Flaschen werden an diesem Abend geöffnet, das entspricht rund 15 Millionen Gläsern Sekt. Damit ist Neujahr auf Platz Eins aller Anlässe für Sektkonsum – noch vor Hochzeiten (83%) und Geburtstagen (82%). Auch als Mitbringsel zur Silvesterparty ist das edle Getränk im langjährigen Trend der klare Spitzenreiter.

Silvester – die teuerste Nacht des Jahres?

Falsches Hantieren mit Knallkörpern führt zu vielen Unfällen mit Personen- und Sachschäden. „Silvester zählt jedes Jahr aufs Neue zu der mit Abstand schadenträchtigsten Nacht des ganzen Jahres“, sagt Wiener Städtische Vorstandsdirektor Manfred Rapf. „Wenn zu fortgeschrittener Stunde, eventuell auch noch im Rahmen größerer Zusammenkünfte, alle Dämme brechen, mangelt es häufig an der nötigen Vorsicht im Umgang mit pyrotechnischen Utensilien“.

Worauf sollten Raketenschießer achten?

  • Verbotszonen beachten
  • Feuerwerksartikel nur im Fachhandel kaufen und Kennzeichnungen beachten
  • Altersvorschriften und Sicherheitsabständen einhalten
  • Pyrotechnische Artikel keinesfalls im alkoholisierten Zustand abfeuern
  • „Blindgänger“ niemals ein zweites Mal anzünden oder weiter verwenden
  • Stets Wasser, Feuerlöscher und/oder eine Löschdecke bereithalten

Sicherheitstipps für Zuschauer:

  • Das Geschehen aus sicherer Entfernung verfolgen
  • Handtaschen geschlossen halten, auf Kapuzen achten – Raketen und Knallkörper können Kleidung entzünden
  • Fenster, Balkon- und Haustüren schließen, damit „Irrläufer“ keine Brände verursachen können
  • Brennbare Materialien auf Loggien und Balkonen in der Silvesternacht wegräumen
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