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Leute - Villach & Klagenfurt
Einer der Hotspots: Die Tankstelle Mischkulnig
Einer der Hotspots: Die Tankstelle Mischkulnig © KK

GTI-Wintertreffen bleibt hinter Erwartungen zurück

„Ein zweites Low at Snow wird es nicht geben“

Villach/Klagenfurt – Das GTI-Wintertreffen "Low at Snow" blieb weit hinter den Erwartungen zurück. Statt der vom Organisator erhofften 5.000 Teilnehmer machten sich nur wenige GTI-Fans auf den Weg "zum See". Ein Fazit zum letzten Tag des Events.

 5 Minuten Lesezeit (702 Wörter)

Die wenigen GTI-Fans, die zum Jahresauftakt den Weg nach Kärnten auf sich nahmen, können ihre Enttäuschung kaum verbergen. Einige von ihnen bewältigten Wegstrecken von 700 Kilometern – einfach. Sie kamen u.a. aus Deutschland, Slowenien, Italien, Ungarn und der Schweiz. Doch die üblichen Hotspots, wie die Tankstelle Mischkulnig, die „Turbokurve“, der Pyramidenkogel und der Dobratsch waren fast verwaist. Auch am Samstag – für diesen Tag wurde eigentlich ein Aufschwung erwartet – blieb es ruhig. Ein „Desaster“ nennen es die einen, eine „Enttäuschung“ die anderen. So mancher GTI-Fan fand aber auch ein ruhigeres Event angenehm. Man könne ja auch einfach die Zeit mit seinen Freunden genießen und Kärnten habe ja auch abseits des Wintertreffens viel zu bieten. Diese Meinung teilen viele.

Warum war so wenig los?

Dass „Low at Snow“ hinter seinen Erwartungen zurückblieb hat mehrere Gründe. Ein Hauptgrund dürfte das „Einwintern“ gewesen sein. Die Fans der GTI-Treffen stecken nicht selten tausende Euro in das Tuning ihrer Autos und parken diese über den Winter lieber in der Garage. Hinzu kommt, dass bereits am Starttag (Donnerstag) und am nächsten Tag so wenig los war, dass wohl viele davon abgeschreckt waren, am Samstag oder Sonntag zu einem Event ohne zahlreiche Teilnehmer zu erscheinen. Es gilt: Je mehr Teilnehmer, desto mehr Spaß. Schließlich machte auch das Wetter nicht mit. Während Frau Holle die beliebten Hotspots aussparte, sorgte sie auf so mancher Autobahn Richtung „See“ für Verkehrschaos und Stau. Auch das dürfte Anreisende abgeschreckt haben. Am Freitagnachmittag musste zum Beispiel die A10 bei Flachau wegen einer Lawinensprengung für rund eine Stunde komplett gesperrt werden.

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Beliebte Treffpunkte waren teilweise wie verwaist.

Beliebte Treffpunkte waren teilweise wie verwaist. - © 5min.at

Auch die Organisation eines gemeinsamen Treffpunkts verlief zeitweise eher holprig. Während die eine Gruppe gerade abfuhr, kam die andere gerade an. So verteilten sich die eh schon wenigen GTI-Fans auf mehrere Hotspots. Mehrmals versuchte man sich zu sammeln, wie zum Beispiel am Freitagabend an der Tankstelle Mischkulnig. Immerhin: Hier kamen dann doch rund 150 bis 200 Leute zusammen. Wir berichteten. Ein ähnliches Bild am Samstagabend.

Zuletzt war vielleicht auch die Ankündigung der Stadt Villach im Vorfeld des GTI-Wintertreffens ursächlich dafür, dass der ein oder andere GTI’ler nicht den Weg nach Kärnten auf sich nahm. Am Dobratsch, beliebtes Ausflugsziel unter den Auto-Fans, sperrte man Parkplätze, um das Treiben etwas einzuschränken. Auch mit dem Gedanken, gleich die komplette Villacher Alpenstraße zu sperren, spielte man. So weit kam es dann jedoch nicht.

Was sagt der Organisator?

„Wir könnten jetzt darüber ein wenig scherzen und sagen, dass es das ruhigste Treffen war“, sagt uns der Organisator mit einem Augenzwinkern. Positiv findet er vor allem, dass es auch in Bezug auf Lärm und „Gummi-Gummi“-Aktionen ruhig blieb. Das Treffen sei ursprünglich gar nicht als großes Treffen geplant gewesen und habe auch eigentlich nichts mit den GTI-Vor- und Nachtreffen zu tun. „Erst durch Medien und andere wurde es dann sehr hochgespielt.“

Dass es kalt wird und daher die Teilnehmer lieber herumfahren, als sich stundenlang im Freien zu treffen, sei auch vorhersehbar gewesen. Auch das oben schon erwähnte „Einwintern“ sieht er als Grund, für das ehere ruhigere Treffen. „Trotzdem: Danke an alle, die dabei waren und großen Respekt an die Leute, die viele Kilometer gefahren sind“, sagt der Organisator.

Zum Schluss betont er noch einmal, dass man keinen Ärger schaffen wolle. Hauptziel sei das Treffen mit Freunden, Spaß zu haben und an Autos zu schrauben. Doch wie geht es weiter? Geht „Low at Snow“ im Jänner 2020 in die zweite Runde? „Ein zweites ‚Low at Snow‘ wird es nicht mehr geben. Außer die Gemeinde oder ein Veranstalter würde sich bereit erklären, etwas für die Autofans im Winter zu unternehmen.“

Fazit der Polizei

Auch die Polizei zieht ihr Fazit zum ersten GTI-Wintertreffen. Insgesamt sei es viel ruhiger abgelaufen, als erwartet, erklärt man uns auf Anfrage. Für besondere Vorkommnisse hätte man mehr Einsatzleute zur Verfügung gehabt, worauf man aber schlussendlich nicht zurückgreifen musste. Gröbere Vorfälle habe es nicht gegeben, auch wäre kein Polizeieinsatz nötig gewesen.

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