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Die Schülerinnen der HTL Mössingerstraße mit dem Initiator der neuen Chemie-Klasse Klaus Raunegger,  Industrie-Spartenobmann Alexander Bouvier und Landeshauptmann Peter Kaiser
Die Schülerinnen der HTL Mössingerstraße mit dem Initiator der neuen Chemie-Klasse Klaus Raunegger, Industrie-Spartenobmann Alexander Bouvier und Landeshauptmann Peter Kaiser © WKK/Just

Neuer Schwerpunkt ab kommenden Schuljahr

An der HTL-Mössingerstraße stimmt die Chemie

Klagenfurt – Die innovativste Schule Kärntens, die HTL Mössingerstraße, reagiert auf die neuesten Entwicklungen am Arbeitsmarkt und bietet ab dem kommenden Schuljahr den ersten Chemie-Schwerpunkt Kärntens an.

 4 Minuten Lesezeit (521 Wörter) | Änderung am 13.01.2019 - 10.35 Uhr

Die HTL Mössingerstraße, 2017 und 2018 als innovativste Schule ausgezeichnet, stellt wieder einmal ihre Fortschrittlichkeit unter Beweis und reagiert mit der Einführung der Analytischen Chemie und Digitalisierung als neuen Schwerpunkt der Biomedizin und Gesundheitstechnik ab dem kommenden Schuljahr auf die Entwicklungen am zukünftigen Arbeitsmarkt ihrer Schülerinnen und Schüler.

Neuer Chemieschwerpunkt ab dem Schuljahr 2019/20

Ausgehend vom Initiator der Idee einer Chemie-HTL in Kärnten – Klaus Raunegger, Geschäftsführer der Merck-Spittal (einem Unternehmen von Procter & Gamble) – hat die Fachvertretung der Chemischen Industrie Kärnten diese weiterentwickelt. „Die Chemische Industrie ist in Kärnten eine der leistungsstärksten Industriebranchen. Die Branche sucht dringend gut ausgebildete Fachkräfte, die jedoch schwer zu finden sind. Leider haben wir in Kärnten bis jetzt keine entsprechende Chemie-HTL Ausbildung. Auch war es nicht möglich aus den benachbarten Bundesländern ausreichend junge Fachkräfte nach Kärnten zu bekommen.“ erklärt Alexander Bouvier, Spartenobmann der Industrie und Vorsitzender der Fachvertretung der Chemischen Industrie in der Wirtschaftskammer Kärnten. „Die Branche bietet in Kärnten ausgezeichnete Jobchancen mit hochwertigen Arbeitsplätzen. Die Fachvertretung versucht dem Arbeitskräftemangel aktiv zu begegnen und ist daher mit der Idee einer Chemie-HTL an die Kärntner Bildungseinrichtungen herangetreten“.

Fachkräftemangel proaktiv vorbeugen

Genau hier reagiert die HTL Mössingerstraße auf die aktuelle Arbeitsmarktlage und auf die Entwicklungen in dieser Branche und wirkt mit dem neuen Chemie-Schwerpunkt dem Fachkräftemangel aktiv entgegen. „Nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels stellt die Verfügbarkeit von qualifizierten Humankapital einen Hemmschuh für die wirtschaftliche Entwicklung und Positionierung Kärntens als Technologiestandort dar. Umso erfreulicher ist es, dass die HTL Mössingerstrasse bereits gegenwärtig die Spezialisierungsmöglichkeiten der Schulautonomie nutzt und auf innovativem Wege die Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft verstärkt ausbaut. Nur so kann dem Fachkräftemangel proaktiv vorgebeugt werden“, ist Bildungsdirektor Robert Klinglmair überzeugt und wünscht viel Erfolg bei der Umsetzung des Chemie-Schwerpunkts im kommenden Schuljahr.

Innovatives Bildungsangebot

Dieser Chemie-Schwerpunkt der HTL Mössingerstraße vermittelt alle notwendigen Kompetenzen, um den Anforderungen in der modernen chemischen Analytik, bei der Entwicklung neuer Messgeräte und in der digitalen Aufarbeitung der Messdaten gewachsen zu sein und erfüllt so den dringlichen Wunsch der Chemischen Industrie nach Personal mit dieser Schnittstellen-Qualifikation. Im Rahmen dieser Ausbildung erwerben die Absolvent/innen eine umfassende Allgemeinbildung, fundierte Fremdsprachenkenntnisse und wesentliche Kompetenzen in Chemie, instrumentelle Analytik, Gerätetechnik und Informationstechnik.

Spannendes Fachgebiet

Abgesehen von den ausgezeichneten Jobchancen ist die Chemie aber auch ein sehr interessantes Fachgebiet. Chemie bestimmt unseren Alltag. Ohne sie wäre unser Leben nicht möglich. Sie begegnet uns in nahezu allen biologischen Prozessen wie Stoffwechsel, Immunabwehr und vielen weiteren. Aber auch in der Technik spielt sie eine wesentliche Rolle. Ein einfaches Beispiel dafür sind Smartphones. Wie oft nutzen wir diese und sind uns gar nicht bewusst, dass wir die hochauflösenden LCD-Displays, die leistungsstarken Akkus und die stabilen Gehäuse chemischen Innovationen verdanken. Jedoch sind für alle chemischen Vorgänge die richtige Menge und die Reinheit der beteiligten Stoffe ausschlaggebend. Hier spielt die chemische Analytik, die Gerätetechnik und die digitale Aufarbeitung der Messdaten eine wesentliche Rolle.

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