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Erkältungswelle hat Hochsaison

Alles schnäuzt und hustet: Hat es euch schon erwischt?

Villach – Die Erkältungswelle hat gerade Hochsaison, die Grippewelle ist bereits in den Startlöchern. Wir haben uns sowohl mit dem Leiter des Villacher Gesundheitsamtes Dr. Martin Herzeg als auch mit dem Apotheker Dr. Klaus Schirmer über die aktuelle Situation unterhalten.

 5 Minuten Lesezeit (654 Wörter) | Änderung am 14.01.2019 - 17.01 Uhr

Die Erkältungswelle hat gerade Hochsaison. Dr. Klaus Schirmer vom „team santé – Obere Apotheke“ merkt das vor allem an der hohen Nachfrage nach den üblichen Hilfsmitteln. Hustensaft, Grippemittel, Nasensprays, Kopfwehtabletten und Immunstärker finden derzeit reißenden Absatz. „Die Grippewelle wird aber wohl erst noch kommen“, erklärt uns der Apotheker. Auch wenn er Villach gut gewappnet sieht: „Die Durchimpfungsquote war in dieser Saison relativ gut“.

Stadtphysikus: Impfquote deutlich höher

Bestätigen kann das auch Dr. Martin Herzeg, Leiter des Villacher Gesundheitsamtes. Die Impfquote sei heuer „deutlich höher als in den Vorjahren“. Es mache auch derzeit noch Sinn, sich impfen zu lassen. „Der Impfstoff, dessen Zusammensetzung heuer besonders gut gelungen ist, ist jedoch weitest vergriffen, nur noch wenige Apotheken haben Lagerbestände. Auch im Gesundheitsamt der Stadt ist er bereits ausgegangen. Es braucht 14 Tage, bis der Schutz eintritt. In der aktuellen Grippesaison haben wir 1.350 Villacherinnen und Villacher im Gesundheitsamt geimpft“, erklärt der Stadtphysikus.

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Der Leiter des Villacher Gesundheitsamtes Dr. Martin Herzeg und Gesundheitsstadrat Christian Pober unterhalten sich über die bevorstehende Grippewelle

Der Leiter des Villacher Gesundheitsamtes Dr. Martin Herzeg und Gesundheitsstadrat Christian Pober unterhalten sich über die bevorstehende Grippewelle - © Stadt Villach

„Ich hab die Grippe“…

…hört man im allgemeinen Sprachgebrauch relativ häufig. Doch dabei gilt es die echte Grippe von einem grippalen Infekt zu unterscheiden. Die echte Grippe kennzeichnet sich durch starke Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Husten und Fieber. Der grippale Infekt hingegen durch Schnupfen und typische Erkältungssymptome. „Beide sollte man nicht unterschätzen, bei der echten Grippe unbedingt einen Arzt aufsuchen“, rät Dr. Herzeg. „Besonders gefährdet sind Menschen über 60 und jene mit einer Grunderkrankung, bei der vor allem das Immunsystem geschwächt ist.“

Die Grippewelle entsteht jährlich Mitte bis Ende Januar.

Einen Tag vor Weihnachten war es besonders schlimm

Dass aber die Erkältungswelle schon seit geraumer Zeit ihr Unwesen in der Draustadt treibt, merkte Apotheker Dr. Schirmer zuletzt einen Tag vor Weihnachten, am 23. Dezember: „Ich glaube, ich habe noch nie so viele Kunden wie an diesem Tag bedient.“ Sogar ein Schleimlöser und ein Antibiotika seien schließlich ausgegangen. Der findige Apotheker weiß sich aber natürlich zu helfen und greift dann zum Generika – was für den Patienten keinen Unterschied macht.

Den Grund für den Ansturm verortet der Apotheker übrigens im vorweihnachtlichen Stress. Dann sei das Immunsystem geschwächt, was es für den Körper schwerer macht, die Krankmacher abzuwehren.

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Apotheker Dr. Klaus Schirmer von „team santé – Obere Apotheke“ hatte einen Tag vor Weihnachten alle Hände voll zu tun.

Apotheker Dr. Klaus Schirmer von „team santé – Obere Apotheke“ hatte einen Tag vor Weihnachten alle Hände voll zu tun. - © Schirmer

Und wie schützt man sich…?

„Häufig Händewaschen und übertriebenes Händeschütteln vermeiden“, rät Stadtphysikus Dr. Herzeg. Zudem „viele Vitamine und Gemüse essen“. Zusätzliche Bewegung an der frischen Luft rundet das Gesundheitsprogramm ab. Achja, Husten und Niesen sollte man übrigens in den Ellbogen. Das vemeidet die Übertragung von Krankheitserregern, wenn man ein Händeschütteln doch mal nicht ausschlagen kann. Auch für den Apotheker Dr. Schirmer ist die Händehygiene Mittel Nummer 1, wenn es darum geht, sich vor einer Erkrankung zu schützen. Er empfiehlt zudem, das Immunsystem mit homöopathischen Kombi-Präparaten zu unterstützen, die z.B. Vitamin C, D, E sowie Zink und Selen vereinen.

Doch wer im Winter bereits einmal krank war, hat es hinter sich, oder? „Das ist in etwa so wie bei einem Unfall“, sagt Dr. Schirmer. „Wenn man schon mal einen Unfall hatte, hat das keinen Einfluss auf einen möglichen zweiten.“ Dennoch: „Der Körper geht aus jedem Infekt gestärkt hervor, weil das Immunsystem aus allen Rohren feuert.“ Die Wahrscheinlichkeit, ein zweites Mal krank zu werden, ist also immerhin geringer.

Gesundheitsstadtrat Christian Pober hat ebenfalls eine Einschätzung zur aktuellen Lage parat: „Wir bemühen uns im Gesundheitsreferat der Stadt Villach immer optimalen Service zu bieten. Gerade das Impfen gehört mit allen vorangehenden Beratungen zu den wichtigsten Leistungen, die wir den Villacherinnen und Villachern anbieten.“

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