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Krebspatientin richtet sich mit berührenden Worten an das Klinikum Klagenfurt

„Ich könnte mein Schicksal nicht so würdevoll tragen, wären sie nicht“

Klinikum Klagenfurt – Gestern berichteten wir über die Klagenfurterin Judith Bürgler, die nach ihrer Krebsdiagnose und der anschließenden Behandlung im "Brustzentrum Kärnten" in St. Veit ihre Dankbarkeit zum Ausdruck bringen wollte. Eine Dankbarkeit, die auch Karin Denoth-Lubei aus Erlendorf bei Arnoldstein nur zu gut nachvollziehen kann. Sie ist am Klinikum Klagenfurt in Behandlung. "Ich könnte mein Schicksal nicht so würdevoll tragen, wären sie nicht", sind eindringliche Worte, die nur erahnen lassen, mit welchen Herausforderungen Krebspatienten zu kämpfen haben - und wie wichtig eine Behandlung ist, "wo der Mensch noch zählt".

 2 Minuten Lesezeit (352 Wörter) | Änderung am 15.01.2019 - 19.12 Uhr

„Krebs haben ist keine schöne Sache und man muss den Krankheits- bzw. Gesundwerdungsprozess alleine durchstehen, ob man will oder nicht“, schreibt Karin Denoth-Lubei am Anfang ihrer Zeilen, die ihre tiefe Dankbarkeit gegenüber dem Team des Klinikum Klagenfurt Ausdruck verleihen sollen. Viele Sorgen, Tränen und die Angst vor dem Ungewissen sind nach einer Krebsdiagnose oft Alltag. Umso wichtiger ist eine professionelle Begleitung während der Erkrankung. „Professionell“, das bedeutet für Denoth-Lubei auch „menschlich“. Daher übertitelt sie auch ihre Worte mit der Überschrift „Klinikum Klagenfurt – Wo der Mensch noch zählt.“

„Ich möchte diesen Menschen meine Hochachtung entgegenbringen“

„In dieser schweren Zeit professionell, respekt- und liebevoll und mit großer Wertschätzung begleitet zu werden, kann die Krankheit zwar nicht alleinig heilen aber sehr erleichtern“, schreibt sie weiter. „Die Teams der Abteilung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirugie als auch der Tumorambulanz und dem Institut für Strahlentherapie/Radioonkologie mit ihren Ärzten/innen, Diplomkrankenschwestern, Pflegehelferinnen und Raumpflegepersonal am Klinkum Klagenfurt als auch die Sanitäter des Rettungsfahrdienstes stellen eine solche Begleitung dar.“

Jeder der oben erwähnten Berufe ist fordernd – psychisch und physisch. Karin Denoth-Lubei weiß das zu schätzen. „Ich möchte hiermit diesen Menschen für diese wunderbare und heilfördernde Unterstützung meine volle Hochachtung und meinen Dank entgegenbringen. Ich könnte mein Schicksal nicht so würdevoll tragen, wären sie nicht.“

„Das Gespräch mit dem Patienten darf nicht verloren gehen“

Mit ihren Zeilen möchte sie zum Denken anregen. Darüber, was Menschen in unserem Pflegesystem leisten und darüber, was es heißt, Fassung zu behalten und voll und ganz für die Patientinnen und Patienten da zu sein. „In Zeiten von Einsparungen und Schwerpunktsetzung auf schriftliche Dokumentationsführung als Qualitätskriterium in der Pflege möchte ich darauf hinweisen, dass die psychoemotionale Begleitung, das Gespräch mit dem Patienten, nicht verloren gehen darf und als eines der höchsten Qualitätskriterien in der Pflege zu sehen ist.“

Mehr als Chemo und Co. heile eine menschenwürdige Begleitung, stellt Karin Denoth-Lubei zum Schluss fest. Wir wünschen ihr alles Gute.

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