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Leute - Villach
Nützliche Hinweisschilder zu den Spazierwegen werden mit dem Tag
Nützliche Hinweisschilder zu den Spazierwegen werden mit dem Tag "Kiffwunder" verunstaltet. © 5min.at

Sprayer toben sich aus:

Wer ist das Villacher „Kiffwunder“?

Villach – „Kiffwunder“ - dieses Wort prägt derzeit die Parkbänke, Straßenschilder und Gemäuer der Villacher Innenstadt. Das Sprayen kein Kavaliersdellikt ist, sondern sogar eine Freiheitsstrafe droht, ist vielen nicht bewusst. Aber wer steckt hinter „Kiffwunder“? 5 Minuten hat sich in der Szene umgehört und ein paar Hinweise herausgefunden.

 3 Minuten Lesezeit (404 Wörter) | Änderung am 16.01.2019 - 19.40 Uhr

Als wir einen Artikel über „Sprayer vom Wasenboden brachten“, schrieb eine Leserin: „Na toll, dieses Kunstwerk hält so lange, bis sich das „Kiffwunder“ wieder austobt.“ In der Tat: Entlang des Wasenbodens und an der Drau am beliebten Villacher Spazierweg ist es überall sichtbar, der „TAG“, den das Kiffwunder hinterlässt. Eines ist klar, es ist Sachbeschädigung und somit kein Kavaliersdelikt. Ganz zum Leidwesen der Stadt Villach, denn diese muss die verunstalteten Objekte aufwendig reinigen. Da stellt sich die Frage, muss das sein?

Jugendliche toben sich aus

„Hinter „Kiffwunder“ stecken definitiv keine professionellen Sprayer, sondern lediglich Jugendliche, welche den Adrenalin der Straftat erleben wollen“, wurde uns erklärt. Weiters erfuhren wir, dass es keine Gruppe ist, sondern lediglich einzelne willkürliche Jugendliche sind, welche diesen „Tag“ auf die öffentlichen Objekte kritzeln. Also kein einzelnes Kiffwunder, sondern mehrere. Aber nicht nur in Villach ist dieses Problem bekannt, auch in Nachbarstätten ist dieses Wort weit verbreitet. Doch der Reinigungsaufwand welcher hier verursacht wird, wird anscheinend gekonnt ignoriert – ganz zum Leidwesen der schönen Draustadt. Für Personen welche ihre „Spraykünste“ erproben wollen, gibt es die Möglichkeit die Mauer entlang der Rückseite der Villacher Berufsschule in der Tirolerstraße legal zu nutzen.

Freiheitsentzug als mögliche Konsequenz

Die Polizei kennt das Problem nur zu gut, leider ist es meist schwer die Täter zu fassen, da sie meist von der Dunkelheit geschützt werden. Sollte jedoch ein Sprayer aufgegriffen werden, drohen hohe Strafen und auch ein Freiheitsentzug. Sprayen ist kein Kavaliersdelikt sondern Sachbeschädigung und somit eine Straftat. Dies geht so weit, dass wenn eine Beschädigungssumme mehr als 5.000 Euro beträgt, es eine schwere Sachbeschädigung darstellt und mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren geahndet wird. Wird gar die 300.000 Euro Grenze überschritten, gilt ein Höchstmaß von fünf Jahren. Diese Summen sind leicht erreicht, da meist mehrere Objekte verunstaltet werden und man die jeweiligen Schadenssummen innerhalb der Verjährungsfrist zusammenaddiert. Die humanste Strafe ist die Schadensbeseitigung, welche die Verursacher dann bezahlen müssen, die Zustimmung dazu obliegt aber dem Geschädigten. „In nächster Zeit wird es vermehrt Kontrollen in diese Richtung geben, um die Täter möglichst rasch erwischen zu können“, so Major Stephan Brozek, stv. Leiter der Villacher Stadtpolizei. Bei Sichtungen oder Informationen zu den Verursachern, bitte sofort die Polizei verständigen.

 

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