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Momentan machen Phishing-Mails wieder vermehrt die Runde
Momentan machen Phishing-Mails wieder vermehrt die Runde © fotolia.com

Die Arbeiterkammer warnt:

Achtung: Erneut Erpressungsversuche mit Phishing-Mails

Klagenfurt/Villach – Neues Jahr, alte Masche. Internetbetrüger versuchen wieder mittels Phishing-Mails Geld von Konsumenten zu erpressen. AK-Konsumentenschutz rät: „Überweisen Sie auf keinen Fall Geld und wenden Sie sich im Zweifelsfall sofort an den AK-Konsumentenschutz!“

 4 Minuten Lesezeit (540 Wörter) | Änderung am 15.01.2019 - 12.29 Uhr

Auch im neuen Jahr kämpft der AK-Konsumentenschutz gegen betrügerische Phishing-Mails. Die gefälschte E-Mail versucht unter dem Vorwand, der Computer sei gehackt, Betroffene zu erpressen. Im Betreff des E-Mails wird der Konsument bereits mit „[Spam] Hohe Gefahr. Konto wurde angegriffen“ gewarnt. „Die Betrüger drohen im Inhalt des Mails damit, dass sie bereits Zugriff auf Daten der Konsumenten haben und die Betroffenen mit einem privaten Video erpressen werden, wenn diese nicht gleich 304 Euro bezahlen“, erklärte AK-Konsumentenschützer Herwig Höfferer und betont: „Höchste Vorsicht ist geboten, denn die E-Mail-Adresse des Absenders ist die eigene und kann zu Verunsicherung führen“.

Ein Phishing-Mail – wie auch dieses – ist oft an vielen Rechtschreibfehlern zu erkennen. „Das Einzige, dass Konsumenten aus dem Konzept bringen könnte, ist die Absenderadresse, die die eigene E-Mail-Adresse anzeigt“, so Höfferer. Der Rat des Konsumentenschützers: „Löschen Sie die E-Mail oder wenden Sie sich im Zweifelsfall an uns.“ Der Konsumentenschutz der AK Kärnten ist für alle da: ob Probleme im Urlaub, bei Kredit- oder Bankthemen aber auch bei Abzocke im Internet. Wichtig ist, auf keinen Fall Geld an ein fremdes Konto zu überweisen! 

Rat und Hilfe des AK-Konsumentenschutz bekommt ihr Online oder telefonisch unter 050 477-2000.

So könnte die Phishing-Mail aussehen:

Hallo!
Wie Sie vielleicht bemerkt haben, habe ich Ihnen eine E-Mail von Ihrem Konto aus gesendet. Dies bedeutet, dass ich vollen Zugriff auf Ihr Konto habe. Ich habe dich jetzt seit ein paar Monaten beobachtet.Tatsache ist, dass Sie über eine von Ihnen besuchte Website für Erwachsene mit Malware infiziert wurden. Wenn Sie damit nicht vertraut sind, erkläre ich es Ihnen.
Der Trojaner-Virus ermöglicht mir den vollständigen Zugriff und die Kontrolle über einen Computer oder ein anderes Gerät. Das heißt, ich kann alles auf Ihrem Bildschirm sehen, Kamera und Mikrofon einschalten, aber Sie wissen nichts davon.Ich habe auch Zugriff auf alle Ihre Kontakte und Ihre Korrespondenz.
Warum hat Ihr Antivirus keine Malware entdeckt? Antwort: Meine Malware verwendet den Treiber. Ich aktualisiere alle vier Stunden die Signaturen, damit Ihr Antivirus nicht verwendet wird.
Ich habe ein Video gemacht, das zeigt, wie du befriedigst dich… in der linken Hälfte des Bildschirms zufriedenstellen, und in der rechten Hälfte sehen Sie das Video, das Sie angesehen haben. Mit einem Mausklick kann ich dieses Video an alle Ihre E-Mails und Kontakte in sozialen Netzwerken senden. Ich kann auch Zugriff auf alle Ihre E-Mail-Korrespondenz und Messenger, die Sie verwenden, posten. Wenn Sie dies verhindern möchten, übertragen Sie den Betrag von 304€ an meine Bitcoin-Adresse (wenn Sie nicht wissen, wie Sie dies tun sollen, schreiben Sie an Google: „Buy Bitcoin“).
Meine Bitcoin-Adresse (BTC Wallet) lautet: 1G1qFoadiDxa7zTvppSMJhJi63tNUL3cy7
Nach Zahlungseingang lösche ich das Video und Sie werden mich nie wieder hören. Ich gebe dir 48 Stunden, um zu bezahlen. Ich erhalte eine Benachrichtigung, dass Sie diesen Brief gelesen haben, und der Timer funktioniert, wenn Sie diesen Brief sehen. Eine Beschwerde irgendwo einzureichen ist nicht sinnvoll, da diese E-Mail nicht wie meine Bitcoin-Adresse verfolgt werden kann.
Ich mache keine Fehler.
Wenn ich es herausfinde, dass Sie diese Nachricht mit einer anderen Person geteilt haben, wird das Video sofort verteilt.
Schöne Grüße!

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