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Wenn eine nahestehende Person durch Suchtmittel stirbt...

Kärnten hilft trauernden Hinterbliebenen

Klagenfurt/Villach – Im vergangenen Jahr gab es in Kärnten 25 Drogentote, auch dieses Jahr wurde bereits ein weiterer Fall bestätigt. Diese traurige Bilanz geht auch am Land Kärnten und der Katholischen Kirche nicht spurlos vorüber, seit gestern gibt es Unterstützung für Hinterbliebene.

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Mit Unterstützung der Drogenkoordination des Landes Kärnten startet die Katholische Kirche eine Trauergruppe für Angehörige von Suchtopfern. „Der Startschuss gestern Abend hat gezeigt: Es war eine richtige und beispielgebende Entscheidung, diese Trauergruppe einzurichten“, sagten Gesundheitsreferentin Landeshauptmannstellvertreterin Beate Prettner und Astrid Panger von der Katholischen Kirche Kärnten. „Vor einem Jahr haben wir erste Überlegungen angestellt, ein solches Angebot auf die Beine zu stellen; in einer Zeit also, in der noch nichts auf die hohe Zahl von Drogentoten hingedeutet hat“, erklärte Panger. Vielmehr sei die Idee aus der hohen Teilnehmerzahl der Trauergruppe für Betroffene nach Suiziden entstanden.

Kostenlose Teilnahme

Wie Panger informiert, werden die Gesprächsabende einmal im Monat, jeweils an Donnerstagen, um 18.30 Uhr durchgeführt. „Anmeldungen sind bis eine Woche vor dem jeweiligen Termin möglich. Der nächste Termin ist der 7. Feber.“ Für die Leiterin der Drogenkoordination Kärnten, Barbara Drobesch, ist dieses Angebot „auch ein wesentlicher Beitrag zur Stabilisierung der Gesundheit von Hinterbliebenen.“ Die Teilnahme an den Gesprächsrunden ist kostenlos.

Hilfe auch für Angehörige von Suizidopfern

Die Gesprächsabende für Angehörige von Suizidopfern bestehen seit vier Jahren. Einmal pro Monat treffen sich Hinterbliebene, um mit Krisen-, Sterbe- und Trauerbegleitern das Geschehene zu verarbeiten. „Wenn sich ein nahestehender Mensch das Leben nimmt, sind Angehörige von der Intensität der Gefühle und Gedanken überwältigt: Schuldgefühle, Wut oder Scham drücken sie nieder“, weiß Panger. Ähnlich ergeht es Hinterbliebenen von Suchtopfern: „Schon während der Suchterkrankung schwanken Angehörige und Freunde zwischen Helfenwollen und Ohnmacht. Wenn der Mensch dann an seiner Sucht verstirbt, bleiben die Angehörigen mit ihrer Verzweiflung und vielen Fragen alleine zurück“, so Prettner. In der nun gestarteten Trauergruppe sieht die Gesundheitsreferentin „einen wirklichen, konkreten und ganz wichtigen Anker“.

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