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Unfallort
Unfallort © feuerwehr-villach.at

56-Jähriger verursachte schweren Unfall

27 Monate Haft nach Geisterfahrt

Villach-Warmbad – Im September 2018 verursachte ein Alkolenker als Geisterfahrer auf der A2 Südautobahn - beim Rastplatz Schütt zwischen Warmbad und Arnoldstein - einen schweren Unfall. Heute wurde er deswegen zu 27 Monaten unbedingter Haft verurteilt.

 3 Minuten Lesezeit (438 Wörter) | Änderung am 22.01.2019 - 20.08 Uhr

Der Unfallfahrer aus der Gemeinde Steinfeld (Bezirk Spittal an der Drau) fuhr am 9. September auf der A2 Südautobahn im Teilstreckenbereich Villach Warmbad – Arnoldstein entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung Villach in Richtung Italien. Ein 31-jähriger Mann aus Deutschland fuhr mit seinem PKW und Wohnwagenanhänger zu diesem Zeitpunkt auf der ersten Fahrspur in Richtung Villach. Als dieser den Geisterfahrer wahrnahm, verringerte der 31-jährige Lenker die Fahrgeschwindigkeit und setzte Lichtwarnzeichen. Der 55-jährige Geisterfahrer wechselte daraufhin die Fahrspur.

Frontalzusammenstoß fordert Schwerverletzte

Auf der Überholspur kam es zu einem Frontalzusammenstoß mit dem PKW einer 55-jährigen Fahrzeuglenkerin aus Oberösterreich, welche gerade dabei war das Wohnwagengespann des 31-jährigen Deutschen zu überholen. Die 55-jährige PKW Lenkerin sowie ihre 55-jährige Beifahrerin aus Salzburg und der 55-jährige Geisterfahrer wurden durch den Frontalzusammenstoß schwer verletzt. Der 31-jährige Deutsche, dessen Wohnwagengespann ebenfalls in den Verkehrsunfall verwickelt wurde und seine Frau wurden leicht verletzt. Sie wurden mit dem Rettungsdienst in das LKH Villach verbracht. Die beiden 55-jährigen Frauen wurden nach der Erstversorgung vom Rettungshubschrauber in das LKH Klagenfurt und der 55-jährige Geisterfahrer mit dem Notarztwagen in das LKH Villach gebracht.

Geisterfahrer war betrunken

Seitens der Staatsanwaltschaft Klagenfurt wurde damals eine Blutauswertung des Geisterfahrers angeordnet. Die Auswertung auf Alkohol ergab ein positives Ergebnis. Er soll laut Medienberichten etwa drei Promille Alkohol im Blut gehabt haben.

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Eines der beteiligten Fahrzeuge

Eines der beteiligten Fahrzeuge - © PRIVAT

Feuerwehr musste Person bergen

In einem Fahrzeug war ein Mann schwerst eingeklemmt, im zweiten PKW wurden die Lenkerin sowie deren Beifahrerin von nachkommenden Verkehrsteilnehmer aus dem überschlagenen Fahrzeug gezogen. Die Urlauberfamilie mit Wohnwagengespann konnte sich aus eigener Kraft befreien. „Insgesamt mussten von mehreren Notarztteams drei schwer Verletzte versorgt und mittels Hubschraubern und einem Rettungsfahrzeug in die Krankenhäuser eingeliefert werden“, so HBI Harald Geissler, Kommandant der Hauptfeuerwache Villach im September.

Anklage: Sechsfacher versuchter Mord

Am 22. Januar musste sich der Mann wegen versuchten Mordes vor dem Landesgericht Klagenfurt verantworten. Ihm wurde u.a. eine suizidale Absicht vorgeworfen. Laut ORF-Informationen sah ein Sachverständiger diese Absicht jedoch nicht. Der Angeklagte sei jedoch Alkoholiker – bis hin zum Kontrollverlust. Die Zurechnungsfähigkeit sei zum Unfallzeitpunkt eingeschränkt gewesen.

Dem Vorwurf des versuchten Mordes folgten die Geschworenen nicht. Am Dienstag wurde der Mann zu 27 Monaten unbedinger Haft wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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