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Leute - Klagenfurt
Gordon Kelz sorgt mit seiner Aktion
Gordon Kelz sorgt mit seiner Aktion "Café der Nächstenliebe" für warme Herzen. © 5min.at

Café der Nächstenliebe

Ein Kaffee für Herz und Seele

Klagenfurt – Kalt ist es derzeit in Klagenfurt und kalt wird es auch erst einmal bleiben. Doch Gordon Kelz sorgt mit seiner Aktion "Café der Nächstenliebe" für warme Herzen. Wer im Café Arcobaleno am Heuplatz einen "Caffè sospeso" bestellt, bestellt eigentlich zwei Kaffee. Einen für sich selbst, einen für eine bedürftige Person. Die Idee hat ihren Ursprung in Neapel. Kelz holte sie nach Klagenfurt.

 2 Minuten Lesezeit (343 Wörter) | Änderung am 25.01.2019 - 10.58 Uhr

Das Prinzip ist so simpel, wie genial. Man bestellt einen „Caffè sospeso“, trinkt einen sofort und spendiert einer bedürftigen Person einen weiteren Kaffee. Dieser „aufgeschobene“ Kaffee wird vom Barista notiert und bei Bedarf ausgeschenkt. Natürlich kann man auch andere Getränke oder Kuchen spendieren. Die über 100-jährige Tradition stammt aus Neapel und wird dort immer noch gelebt.

Ein Kaffee, der Seele und Magen wärmt

Gordon Kelz aus Landskron hat die Idee nach Villach und Klagenfurt gebracht: „Die Initiative Gordons Café der Nächstenliebe in Kärnten lädt alle Mitmenschen, denen es nicht so gut geht, die sich einsam und allein fühlen, zum Auffüllen der Seele und Wärmen des Magens gratis zu Kaffee oder Tee und einer warmen Stube ins Café Arcobaleno in Klagenfurt oder Café Luis in Villach ein!“ Auch in St. Veit und Spittal gibt es schon Cafés der Nächstenliebe. Wer sich einen „Caffè sospeso“ abholt, muss übrigens nicht mit Fragen rechnen – oder gar seinen Ausweis vorzeigen, erklärt Kelz.

Rund 70 Euro werden pro Woche gespendet

Seit 2017 Jahren nimmt das Café Arcobaleno mittlerweile an der Aktion teil. „Es ist eine nette Sache, ursprunglich aus Italien, und da wir Italiener sind, machen wir gerne mit. Wir finden es einfach richtig, dass auch Menschen mit weniger Mitteln ein Kaffee oder eine Speise von uns konsumieren dürfen ohne es zahlen zu müssen“, heißt es von den Betreibern des Cafés. Hier heißt der „Caffè sospeso“ übrigens „Kaffe Wurmi“ – benannt nach dem Lindwurm.

Von den Klagenfurterinnen und Klagenfurtern wird die Aktion übrigens sehr gut angenommen. Getränke im Wert von 70 Euro kommen pro Woche zusammen, erfahren wir weiter. „Kaffee, Torten, Eis etc. – außer alhoholische Getränke. Diese werden nicht angeboten und nicht gespendet.“ Vor allem im Winter erfreuen sich zahlreiche Bedürftige an einem „Caffé sospesso“. Gespendet wird im Winter, wie im Sommer aber ungefähr gleich viel. Daher wird die Aktion auch mit Benefiz-Konzerten unterstützt.

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Einen „Caffè sospeso“ bitte.

Einen „Caffè sospeso“ bitte. - © 5min.at

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