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Wie viele Fälle gab es in den letzten Wochen?

Die „echte“ Grippe hat Kärnten erreicht

Villach/Klagenfurt – Die Grippewelle rollt auf Kärnten zu. Das Klinikum Klagenfurt verzeichnet seit dem 1. Januar 2019 59 Fälle der "echten Grippe". Am LKH Villach werden derzeit vier bis fünf Patienten täglich eingeliefert. Fünf mussten dort im heurigen Jahr sogar intensivmedizinisch betreut werden. Eine Steigerung in den nächsten Wochen wird erwartet. Wir haben bei der KABEG angefragt.

 4 Minuten Lesezeit (498 Wörter) | Änderung am 25.01.2019 - 12.08 Uhr

Noch hat die Grippewelle ihren Höhepunkt nicht erreicht, doch das Klinikum Klagenfurt und das LKH Villach spüren die Auswirkungen schon.

Klinikum Klagenfurt: 22 Patienten in dieser Woche

Das Klinikum Klagenfurt verzeichnete seit dem 1. Januar 2019 59 echte Grippefälle. Im Vergleich zum selben Zeitraum im Jahr 2018 ist das eine deutliche Steigerung. Vergangenes Jahr gab es 30 Patienten mit positiven Influenzanachweis. Allein in dieser Woche (21. bis 24. Januar) wurde die Influenza bei 22 Patienten nachgewiesen, elf davon wurden stationär aufgenommen.

Im Eltern-Kind-Zentruam (ELKI) des Klinikums wurde das Spielzimmer in einen Infektionswarteraum für alle ambulanten Patienten, die mit Verdacht auf Influenza ins Klinikum kommen umgewandelt. Kinder und Eltern bekommen Schutzmasken. Prim. Prof. Dr. Wilhelm Kaulfersch (Leiter der Kinder- und Jugendabteilung) verweist in diesem Zusammenhang auf die Impfempfehlung des Bundesministerium für Gesundheit: Alle Kinder und Erwachsene über 60 sollen sich impfen lassen – und jeder, der sich und andere schützen möchte.

LKH Villach: 4 bis 5 Patienten pro Tag

Im LKH Villach werden pro Tag derzeit vier bis fünf Patienten mit Influenza eingeliefert. 10 bis 20 Prozent davon werden stationär aufgenommen. Im heurigen Jahr mussten sogar fünf Personen mit echter Grippe (Influenza A) intensivmedizinisch betreut. Alle diese Patienten waren nicht gegen die Grippe geimpft. Oberarzt Dr. Thomas Strasser, Leiter der medizinischen Intensivstation im LKH Villach, appelliert vor allem an chronisch Kranke sich unbedingt impfen zu lassen.

Am LKH Wolfsberg werden derzeit zehn Patienten stationär betreut, am Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in St. Veit waren es in den letzten drei Wochen 22 Patienten.

Höhepunkt noch nicht erreicht

Alle Häuser der KABEG erwarten sich eine Steigerung bei den Grippefällen in den nächsten Wochen.

Was ist Influenza (Grippe)?

Im Volksmund werden Erkältungskrankheiten oft fälschlicherweise als Grippe bezeichnet. Wer aber einmal eine „echte“ Grippe, also Influenza, durchmachen musste, wird banale grippale Infekte niemals mehr als Grippe bezeichnen. Denn eine Grippe ist eine ernste Erkrankung, die mit wirklich unangenehmen Symptomen einhergeht. Die Grippe ist eine schwere Infektionskrankheit, die durch Influenzaviren (meist der Typen A und B) hervorgerufen wird. Das Virus wird hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion übertragen, also beim Husten, Niesen oder Sprechen. Auch durch Händeschütteln, Türklinken, Geldscheine usw. (Schmier- und Kontaktinfektion) können Grippeviren übertragen werden.

Bettruhe ist ein absolutes Muss, eine ursächliche Behandlung gibt es nicht, denn Antibiotika sind gegen eine Virusinfektion wirkungslos. Für ernsthafte Komplikationen sind natürlich ältere und schwache Menschen, Kinder, chronisch Kranke oder Immunsupprimierte besonders gefährdet. Doch auch für kerngesunde, junge Menschen ist die Influenza eine gefährliche und leider potenziell tödliche Erkrankung. Jährlich sterben im Durchschnitt über 1.000 Menschen in Österreich an der Grippe.

Welche Symptome treten auf?

Wer ziemlich heftig und plötzlich an folgenden Symptomen leidet, hat sich mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Influenza eingefangen:

  • Plötzlich einsetzendes hohes Fieber (bis über 40°C)
  • Schüttelfrost
  • Kopfschmerzen
  • Extreme Müdigkeit
  • Trockener Husten
  • Geröteter Rachen
  • Verstopfte Nase
  • Muskel- und Gliederschmerzen
  • In seltenen Fällen auch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall
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