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Politik - Villach & Klagenfurt
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Erneute Kritik der FPÖ:

Geplante Wind­räder sorgen für Kritik

Kärnten – Bereits im Dezember 2018 sorgten Windräder für politschen Diskussionsbedarf. Nun flammt die Diskussion erneut auf. FPÖ-Landesparteiobmann Klubobmann Gernot Darmann und FPÖ-Naturschutzreferent LAbg. Christoph Staudacher kritisieren, dass der Schwerpunkt keinesfalls in der Windkraft liegen sollte. Die Freiheitlichen fordern eine Fokusierung auf Sonnenenergie, Biomasse und Wasserenergie. 

 3 Minuten Lesezeit (444 Wörter) | Änderung am 25.01.2019 - 16.55 Uhr

Am Freitag, den 25. Jänner 2019, veranstalten die Alpinen Vereine Kärntens ein Expertenforum mit Impulsreferaten von Fachleuten und Diskussionen zum Thema „Windenergie in Kärnten“. Bereits im Vorfeld hagelte es dafür Kritik von der FPÖ.

FPÖ ist gegen die Windräder am Wöllaner Nock

FPÖ-Landesparteiobmann Klubobmann Darmann vermisst im Bereich der Energiepolitik Kärntens jegliche vorausschauende Zukunftsstrategie. Seiner Meinung nach sollte „der Schwerpunkt keinesfalls in der Windkraft liegen.“ Daher erteilt Darmann den Kelag-Plänen am Wöllaner Nock, 15 Windräder zu errichten, eine klare Absage. Lediglich bereits behördlich genehmigte Windräder sollen umgesetzt werden.

Darmann: „Kärnten ist kein Windland“

Die FPÖ fordert eine neue Energiestrategie für Kärnten. Die Partei hat bereits am 12. Dezember 2018 einen entsprechenden Antrag im Kärntner Landtag eingebracht. „Der Energiemasterplan sieht derzeit bis 2025 50 Windräder in Kärnten vor. Dafür wird es von uns definitiv keine Unterstützung von der FPÖ geben“, so Darmann. „Kärnten ist kein Windland, sondern ein Sonnenland, ein Holzland sowie ein Wasserland“, bekräftigt der Klubobmann. Der FP-Antrag beinhaltet unter anderem auch den Verzicht auf die Nutzung der Windkraft. Darmann fordert eine verstärkte Nutzung von Sonnenenergie, Biomasse sowie Wasserenergie.

Auch FPÖ-Naturschutzreferent LAbg. Staudacher macht darauf aufmerksam, dass Windräder auf den Bergen auch asphaltierte Straßen auf die Almen, Grabungsarbeiten für die Stromleitungen und Hochspannungsleitungen in den Tälern vor Siedlungen bedeuten. „Dies würde für Lärm und Unruhe in der Landschaft sorgen“, gibt er zu bedenken.

Alpine Vereine Kärnten möchten die Wogen glätten

Gerade aus diesem Grund möchten die Alpinen Vereine Kärnten über das Thema „Windenergie“ informieren. „In den letzten Wochen hat die Diskussion um die Aufstellung von Windrädern in Kärnten Medien und Menschen herausgefordert. Neben sachlichen Argumenten FÜR und WIDER gab es auch sehr persönliche, emotionale Äußerungen“, erklären sie auf ihrer Website. Die Alpinen Vereine Kärntens fühlen sich daher verantwortlich, dieser Diskussion einen klaren und seriösen Hintergrund zu geben.

Benger: „Standorte müssen sorgfältig geprüft werden“

Auch ÖVP-Energiesprecher, Christian Benger, äußerte sich in einer Aussendung zum Thema „Windkraft in Kärnten“. Laut Benger habe Kärnten großes Potenzial im Bereich der erneuerbaren Energien, wie insbesondere Wasser- und Sonnenkraft bzw. Biomasse. Aber auch im Bereich der Windkraft gebe es punktuell Chancen. Der Energiesprecher ist der Meinung, dass es in Ordnung ist „Windkraft dort einsetzen, wo Energie effektiv und wirtschaftlich sinnvoll gewonnen werden kann“, und fügt noch hinzu: „In Kärnten haben wir auch eine große touristische Verantwortung und müssen jegliche Infrastruktur, auch jene im Bereich der Windenergie, sorgfältig prüfen.“

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