Zum Thema:

15.02.2019 - 18:31LKW-Bergung auf der L5515.02.2019 - 16:40OVS heute im Atrio wiedereröffnet15.02.2019 - 14:47Erneuter Betrugsversuch übers Telefon15.02.2019 - 12:38Einige Parkwege bleiben weiterhin gesperrt
Politik - Villach
Aktuell herrscht in Villach eine Diskussion über die SeF in der Trattengasse.
Aktuell herrscht in Villach eine Diskussion über die SeF in der Trattengasse. © Gerhard Maurer/5min.at

Nach Kritik der FPÖ:

Sandriesser: „Wir möchten das Beste für Eltern und Kinder“

Villach – Die FPÖ-Gemeinderätin Elisabeth Dieringer-Granza und ÖVP-Stadtrat Christian Pober forderten heute, Mittwoch, gemeinsam den "Erhalt der Sonderschule". Aufgrund der sogenannten „Inklusiven Modellregion“ sollen der SeF in Villach die Schüler ausgehen. Gerda Sandriesser von der SPÖ meint: "Die Eltern haben nach wie vor Wahlfreiheit."

 3 Minuten Lesezeit (410 Wörter) | Änderung am 30.01.2019 - 20.02 Uhr

Aktuell herrscht in Villach eine Diskussion über die  Sonderschule für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf (SeF) in der Trattengasse. Der Schule gehen die Schüler aus. Die FPÖ und ÖVP fordern darum „die Sonderschule zu retten“. Doch Anträge, die man im Gemeinderat eingebracht habe, wären von der SPÖ abgelehnt worden. Dies sorgt für Aufhorchen bei der 2. Vizebürgermeisterin, Gerda Sandriesser, von der SPÖ. In einem Interview mit 5 Minuten Villach erklärt sie: „Die Villacher Sonderschule leistet Großartiges und hat meinen größten Respekt. Es gilt sie zu unterstützen.“

Sandriesser: „Alle Parteien haben damals zugestimmt“

„Im Jahr 2007 hat Österreich die UN-Behindertenrechtskonvention in New York unterschrieben. 2008 hat Österreich die UN-Behindertenrechtskonvention dann ratifiziert. Im Rahmen des nationalen Aktionsplanes ist Kärnten somit eine Modellregion“, so Sandriesser. „Alle Parteien haben damals zugestimmt, dass Kärnten zu einer Modellregion wird und den Anforderungen nachkommt.“ Sandriesser, welche den Posten als Schulerhalter in der Stadt Villach hat, erklärt, dass die Stadt lediglich vollzieht, was im Landesetappenplan vorgeschrieben wird. „Wir müssen den nötigen Raum zur Verfügung stellen, über den Inhalt bestimmt der Bund“, erklärt sie. Zum Thema, dass Kinder mit (Lern)Behinderungen zuerst anderen Schulen zugewiesen werden, meint Sandriesser: „Die Eltern haben in Villach nach, wie vor Wahlfreiheit. Nichts ist abgeschafft: Es gibt die Sonderschulen, sowie Schulen mit Inklusions- oder Kleinklassen.“

Ganz so einfach scheint die Situation in der Praxis allerdings nicht zu sein. „Jedes Kind an unserer Schule ist willkommen“, sagt Direktorin der SeF, Orsola Caldera. Erst vor kurzem gab es eine Anfrage von Eltern. Die Direktorin ist sich aber nicht sicher, ob sie das Kind nun aufnehmen dürfe, denn diese Entscheidung trifft nicht sie – es herrscht also noch Klärungsbedarf.

„Wir möchten das Beste für Eltern und Kinder“

Zudem betont sie, dass die Forderungen der FPÖ im Gemeinderat keinesfalls ungehört geblieben sind. „Das Modell läuft bis 2020. Bis dahin sind wir verpflichtet, umzusetzen, was der Bund uns vorschreibt.“ Sandriesser erklärt, dass erst nach Ablauf der Frist entschieden werde, ob das Modell fortgesetzt wird oder nicht. „Diese Entscheidung liegt aber nicht bei der Stadt, sondern beim Bund“, so die Schulerhalterin. „Etwaige Forderungen sollen die FPÖ und ÖVP an den Bund stellen.“ In der nächsten Villacher Gemeinderatssitzung möchten die FPÖ und ÖVP eine gemeinsame Resolution an die Bundesregierung – mit Bitte um Unterstützung – einbringen.

Zudem beruhigt Sandriesser: „Die SPÖ möchte das Beste für Eltern und Kinder.“

Diskutiere mit uns auf Facebook über dieses Thema:Direkt zum Beitrag auf 5min-Villach (17 Reaktionen)
Kommentare laden
ANZEIGE