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Kunstwerk von Thomas Hoke - Bizarre Mirror WV599, 2006, Hochpolierter Edelstahl und interaktive Elektronik
SYMBOLFOTO Kunstwerk von Thomas Hoke - Bizarre Mirror WV599, 2006, Hochpolierter Edelstahl und interaktive Elektronik © Tomas Hoke

Im Museum Moderner Kunst Kärnten:

Kunst aus Dental­draht, Gummi und Neon­licht

Klagenfurt – Was haben Materialien aus der Raumfahrt, Dentaldraht und Gummi gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel. Wer die Arbeiten vom Künstler Thomas Hoke kennt, weiß aber, dass es Mittel und Wege gibt, diese Materialen in Skulpturen oder andere künstlerische Werke einfließen zu lassen. Bis zum 19. Mai stellt das Museum Moderner Kunst Kärnten seine einzigartigen Werke aus.

 3 Minuten Lesezeit (364 Wörter)

Von Halsbändern aus Dentaldraht bis zum skulpturalen Einsatz von Materialien aus der Raumfahrt – die Arbeit von Tomas Hoke war und ist geprägt von einer großen Bandbreite an Ausdrucksmitteln. Die abstrakte, technoide Formensprache, welche der Künstler, unter anderem aus Metall, Gummi oder auch Neonlicht entstehen lässt, sind variantenreiche Ausdrücke einer konstanten Auseinandersetzung mit dem menschlichen Mikrokosmos. Bis zum 19. Mai lädt das Museum Moderner Kunst Kärnten (MMKK) zu einer Retrospektive ein, die das Werk des technikaffinen Künstlers durch 40 Jahre präsentiert.

„Über alltägliche Wahrnehmung hinausgehen“

„Wir benutzen ihn unserer täglichen Arbeit Lichtwellen zur Datenübertragung, um Informationen von A nach B zu übermitteln. Tomas Hoke benutzt dieselben Lichtwellen, um Fragen zu stellen, um kritische, reflexive Prozesse bei den Rezipienten auszulösen, die über alltägliche Wahrnehmungshorizonte hinausgehen“, so LHStv.in Gaby Schaunig, welche die Ausstellung gestern, am Mittwoch, den 6. Februar 2019, in Vertretung von Kulturreferent Landeshauptmann Peter Kaiser eröffnete. Hokes Arbeit, so die Technologiereferentin weiter, ist geprägt von der sinnlich-künstlerischen Decodierung einer physikalisch-technologischen Welt.

Interaktive Ausstellung sorgt für ein wahres Kunsterlebnis

Die Objekte, welche in Form und Material assoziativ und konfrontativ Hokes Auseinandersetzung mit der Neuroästhetik und der Hirnforschung entlehnt sind, sollen sowohl die visuellen, taktilen als auch auditiven Sinne der Besucherinnen und Besucher ansprechen. Viele der ausgestellten Arbeiten sind interaktiv erlebbar, reagieren auf menschliche Körper und fordern zu einem konkret, angreifbaren Kunsterlebnis auf. „Diese Objekte fordern uns zu einem Dialog auf, zu einem Innehalten, Reflektieren, vielleicht auch zum Neubewerten durch Neubetrachten“, erklärt Schaunig. „Großes Lob und Anerkennung gebührt auch dem gesamten Museumsteam, das die Arbeit des Künstlers in den Räumen des MMKK zu so einem eindrücklichen Erlebnis gemacht hat“, so Schaunig.

Allgemeines zum Künstler:

Tomas Hoke lebt und arbeitet in Wien und auf Schloss Saager in Kärnten und unterhält seit 1997 ein Atelier auf dem Industriegelände der Berndorf AG in Niederösterreich. Der Künstler hat in den vergangenen 40 Jahren ein umfangreiches OEuvre geschaffen, das sich auf die Bereiche Schmuck, Grafik, Fotografie und insbesondere Skulptur, Installation sowie Kunst im öffentlichen Raum bezieht.

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